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Kommunalwahlen online oder per Post!

17.05.2019, von

Martin Rupps

Martin Rupps meint … (Foto: SWR)

Am 26. Mai dürfen wir mindestens zweimal wählen, das Parlament in unserer Gemeinde oder Stadt und das Europaparlament. Vielerorts kommen Bürgermeisterwahlen hinzu.
 
Der Wahlgang ist nicht wie der Gang zum Zigarettenautomaten oder mit dem Hund. Wer wählen geht, fühlt sich auf dem Weg zum Wahllokal ein bisschen stolz, freier Bürger in einem freien Land zu sein. Wenn wir dann noch Bekannte treffen und trösten können, die den Sonntag als Wahlhelfer in einem Klassenzimmer absitzen, hat sich der Ausflug gelohnt!
 
Auf dem Weg zur Wahlkabine drücken einem Wahlhelfer einen Wust von Zetteln in die Hand. Mit der Europawahl komme ich noch klar. Ich wähle so, als wäre an diesem Sonntag Bundestagswahl. Die Kommunalwahl-Unterlagen allerdings nerven und überfordern mich. Lauter unbekannte Namen von Parteien und Personen. Ich darf und soll meine Stimmen individuell verteilen, „kumulieren“ und „panaschieren“. Ein demokratiefreundliches, aber kompliziertes Verfahren.
 
So wichtig mir der persönliche Wahlakt als Hochfest der Demokratie erscheint, kommt er hier an seine Grenzen. Wenigstens die Kommunalwahlen sollten in Zukunft online oder per Post stattfinden. Für Frauen und Männer, die weiter persönlich wählen wollen, könnte es im Rathaus ein Wahllokal geben. Das wäre am besten ein paar Wochen geöffnet, damit jeder genug Zeit zum Lesen der Wahlzettel hat.

Martin Rupps
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