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Signalfarben statt Siegeldschungel

25.10.2018, von

Jana Lange

Jana Lange meint … (Foto: SWR)

Meine erste Erinnerung an das Umweltsiegel Blauer Engel, das seinen 40. Geburtstag feiert, stammt aus der Schulzeit: Auf Schreib- und Rechenheften aus Altpapier prangte das Zeichen. Was das aber bedeutete, war mir damals nicht klar. So wie ich die meisten Siegel, die es heute gibt, verwirrend finde.  

Ich halte mich für eine halbwegs aufgeklärte Verbraucherin, aber ich habe keinen Überblick über den Siegeldschungel. Mehr als 1000 Labels und Gütesiegel gibt es mittlerweile. Nur wenige sind für mich kaufentscheidend. Das Fairtrade-Siegel gehört dazu oder bestimmte Siegel bei Kindersachen (z.B. GS oder spiel gut).

Entscheidender fände ich allerdings, dass wir Verbraucher einen besseren Überblick über die Produkte an sich bekommen. Ich verstehe nicht, warum sich die von vielen Ernährungsexperten geforderte Lebensmittelampel nicht durchsetzt. Stattdessen muss ich eine ganze Produktpalette im Supermarkt durchschauen, um herauszufinden, ob der Kinderjoghurt tatsächlich mehr Zucker als ein „normaler“ Joghurt enthält. Oder ich muss chemische Kenntnisse haben, um erkennen zu können, ob ein Shampoo Mikroplastik enthält. Ich will Signalfarben, die wirklich jedem sofort klar machen, was für eine Art Produkt man in der Hand hält! Alles andere ist verbraucherunfreundlich. 

Sind Ihnen Siegel wichtig? Schreiben Sie mir!

Jana Lange
Multimediale Chefredaktion

Sie sind meiner Meinung oder, noch besser, Sie sind es nicht? Schreiben Sie mir: jana.lange@swr.de

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