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… sprechen wir übers Geld!

19.10.2017, von

Anne Allmeling meint...

Anne Allmeling meint… (Foto: SWR)

Der Koblenzer Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig (SPD) hätte schweigen können. Er hätte um Verständnis bitten oder sich öffentlich erklären können. Stattdessen hat er eine Mail geschrieben – aber nur an seine Mitarbeiter.
 
Kein besonders kluger Schachzug von einem Oberbürgermeister, der in der Kritik steht. Schon gar nicht, weil Hofmann-Göttig die Diskussion um sein Ruhegeld in eben dieser Mail als „Neiddebatte“ bezeichnet. Damit lenkt er vom Thema ab. Denn es geht hier nicht um Neid, sondern um die Frage, ob öffentliche Gelder für die richtigen Zwecke verwendet werden.
 
Dass Hofmann-Göttig ein Ruhegeld erhielt, nachdem er als Staatssekretär in den einstweiligen Ruhestand versetzt worden war, ist verständlich. Dass er es dann aber weiterhin bezog, als er bereits kurze Zeit später Oberbürgermeister in Koblenz wurde, zeigt zumindest kein gutes Gespür. Schließlich heißt es „Ruhegeld“.
 
Ob Joachim Hofmann-Göttigs Bezüge legal sind, ist umstritten. Vielleicht sind sie es. Aber die Frage, ob sie angemessen sind, muss er sich auch dann gefallen lassen. Das nennt man „öffentliche Debatte“ – und davor sollte er nicht zurückschrecken.

Anne Allmeling
Chefredaktion Nachrichten und Distribution

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