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Glockengeläut? Feueralarm!

10.08.2017, von

Martin Rupps meint...

Martin Rupps meint… (Foto: SWR)

Papst und Kaiser hatten in Mittelalter und Neuzeit immer mal wieder Zoff gehabt. Der historische Streit zwischen Kirche und Staat könnte jetzt wieder ausbrechen – ausgerechnet in der Pfalz, dem katholischen Vorzeigeland.

Im pfälzischen Hauenstein steht die Bartholomäus-Kirche, deren Turm die Gemeinde, sprich „der Staat“, erbaut hat. Das Motiv der Gemeindeväter von 1826 war ein sehr weltliches: Die Glocken des Turmes sollten auch bei einem Brand läuten, als eine mechanischer Feuerwehr-Sirene.
Die Sirenentechnik hat sich seit 1826 ein bisschen entwickelt, doch die Gemeinde Hauenstein kam für den Unterhalt des Turms bis in die neunziger Jahre auf. Erst 2015 besann sie sich aus Geldnot auf den geistlichen Zweck des Turms und nahm die Geistlichkeit in die Pflicht: Der Turm wurde von Gemeinde und katholischer Kirchenstiftung gemeinsam saniert. Die Gemeinde will damals mit der Kirchenstiftung vereinbart haben, dass die Kirche für ihre Kirche (nebst Kirchenturm) in aller Zukunft allein zahlt.

Päpste und Kaiser haben sich einst um Geld, um Land, um die Macht auf dem Kontinent bekriegt. Hauenstein macht den Anfang mit einem Streit ums Geld.

Hier der Link zum SWR Aktuell-Artikel.

Martin Rupps
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