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Alle Religionen für alle

20.06.2017, von

Jana Lange meint ...

Jana Lange meint … (Foto: SWR)

Der Islam-Unterricht an baden-württembergischen Schulen soll ausgebaut werden. Klar, kann man jetzt sagen: Ist doch gut, wenn der Islamunterricht in staatlicher Hand ist. Ich sehe das anders: Ich will keinen Islamunterricht und auch keinen anderen konfessionsgebundenen Religionsunterricht. 

In der Grundschule erzählte uns ein katholischer Pfarrer die Geschichten aus der Bibel kindertauglich und schilderte sie in den buntesten Bildern. Bis heute denke ich gerne daran zurück. Dass er Katholik war, habe ich, die Protestantin, erst viel später erfahren. 

Auf dem katholischen Gymnasium hatte ich später getrennten Religionsunterricht: Neun Jahre lang wurde meine Klasse einmal pro Woche in Katholiken und Protestanten aufgeteilt. Durch diese Trennung des Religionsunterrichts kam ich mir komisch vor. 

Ein Religionsunterricht, der die großen Weltreligionen insgesamt behandelt, öffnet den Blick, für die eigene und auch für die anderen Religionen. Die eigene Religion intensiver kennenzulernen und zu leben schließt sich durch einen universalen Religionsunterricht nicht aus. 

Jana Lange
Chefredaktion Nachrichten und Distribution

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