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Mehr Einsatz gegen Einbrecher!

10.05.2017, von

Anne Allmeling meint...

Anne Allmeling meint… (Foto: SWR)

Ich bin kein Angsthase. Aber wenn ich abends die Haustür aufschließe, befürchte ich oft, dass gleich ein Albtraum wahr wird. Ich rufe mir die Nummer der Polizei in Erinnerung und nehme den Schlüssel fest in die Hand, um mich notfalls wehren zu können – gegen Einbrecher.

Dieses mulmige Gefühl kenne ich seit meiner Kindheit. Immer wieder kam es vor, dass in der Nachbarschaft eingebrochen wurde – auch bei uns. Schlimmer noch als den Verlust von Geld und Wertsachen finde ich das Gefühl, beobachtet zu werden.

Denn bei Einbrüchen geht es nicht allein um aufgebrochene Türen und gestohlenen Schmuck. Es geht um das Gefühl, sicher zu sein – in den eigenen vier Wänden. Das Misstrauen gegenüber Unbekannten und die Sorge vor dem nächsten Einbruch bleiben, auch wenn die Täter längst über alle Berge sind.

Deshalb ist der Beschluss des Bundeskabinetts von heute richtig, Einbrecher härter zu bestrafen und die Kommunikationsdaten von Verdächtigen zu überwachen. So hat die Polizei bessere Chancen, Banden aufzuspüren, die mit organisierter Kriminalität den Zusammenhalt der Gesellschaft auf die Probe stellen. Weil die Angst um sich greift.

Wenn die Polizei zusätzlich auf den Straßen präsent ist, verliert sogar der Heimweg im Dunkeln seinen Schrecken. Als ich das letzte Mal die Polizei gerufen habe, waren innerhalb von zwei Minuten sieben Streifenwagen da. Das war mir dann zwar peinlich – aber ich habe mich sicher gefühlt. 

Anne Allmeling
Chefredaktion Nachrichten und Distribution

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Kommentare zu „Mehr Einsatz gegen Einbrecher!“

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  1. Gustav Sucher
    schreibt am 13. September 2018 8:17 :

    Ich kann von Glück sprechen, dass das Einbruchsrisiko nicht so hoch ist. Besonders, wenn man zu Hause nichts Wertvolles gelagert hat. Ich schließe immer die Haustüre von innen ab und schließe Nachts die Fenster, die man öffnen könnte. So kann ich in Ruhe schlafen und muss mir keine Sorgen machen. Danke für den Blog Beitrag!

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