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Flughafen Hahn: Insolvenz oder nicht? Entscheidung am 4. November

21.10.2016, von

Flughafen Hahn im Hunsrück

Flughafen Hahn im Hunsrück (Foto: dpa)

In der nächsten Aufsichtsratssitzung am 4. November wird wohl über das Schicksal des Flughafens Hahn entschieden. An diesem Tag steht die Entscheidung an, ob Markus Bunk, Geschäftsführer der Flughafengesellschaft, Insolvenz anmelden muss oder ob die Landesregierung mit einem Gesellschafterdarlehen dem Flughafen unter die Arme greifen darf.

Wenn ich mit den Menschen im Hunsrück spreche, stelle ich fest, dass viele sehr verunsichert sind. Fast täglich gehen die Kaufinteressenten am Flughafen Hahn ein und aus, darunter sind anscheinend einige Interessenten – mit wenig Geld und Knowhow. Aber es gibt auch seriöse und ernstzunehmende Bieter, die den Flughafen weiter betreiben wollen. Einer davon ist die ADC aus Deidesheim.

Auch die Landesregierung schickt derzeit ihre Leute zu Gesprächen in den Hunsrück. Viele Hunsrücker erzählen mir: Wir dachten, die Politiker kommen, um uns zu beruhigen und mit uns über die Zukunft des Flughafens zu reden. Doch in diesen Gesprächen geht es weniger um die Rettung des Flughafens, sondern vielmehr um ein Datum: Der 4. November und in einem Atemzug direkt danach das Wort Insolvenz.

Am 4. November tagt also der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft. Nach den Worten von Aufsichtsratschef Salvatore Barbaro reicht das Geld am Flughafen noch bis November. Noch vor anderthalb Monaten war die Regierung guter Dinge und beruhigte alle mit einem Gesellschafterdarlehen. Barbaro erklärte, das Darlehen soll die Zeit bis zum Verkauf des Flughafens überbrücken. Dafür müssen die Kaufinteressenten aber gute Angebote vorlegen, mindestens eins davon müssen die Wirtschaftsprüfer als seriös und zukunftsfähig einstufen. Nur dann gibt es Geld aus dem Darlehen.

Kommt kein Geld würde der Flughafen in die Insolvenz gehen und damit zum Ausverkauf freigegeben. Die Bieter, die einen Flughafen kaufen und betreiben wollen, würden dann nicht mehr bieten. Sie erklären mir, dass bei einer Insolvenz die Nachtflugerlaubnis auf dem Spiel stehen könnte und die wichtigsten Kunden des Flughafens abwandern würden.

Im Fall einer Insolvenz kommen die Immobilienunternehmen zum Zug. Ein Bieter ist dabei besonders interessant: Die Trierer Immobilienentwicklungsgesellschaft TRIWO AG – geführt von Peter Adrian. Der TRIWO-Chef ist auch gleichzeitig der Präsident der IHK Trier.

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