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Rebuy beendet Spendenaufruf

14.09.2015, von

Rebuy Internetseite

Von „Wir müssen helfen“ zu „Wir sind überwältigt“

„Wir sind überwältigt“ – schreibt der Onlinehändler Rebuy auf seiner Internetseite. Gemeint ist die Resonanz auf den Spendenaufruf für Flüchtlingskinder, den das Berliner Unternehmen vor drei Wochen im Netz gestartet und der beim Deutschen Roten Kreuz hausinternen für Knatsch gesorgt hatte. Bislang seien etwa 6.000 Pakete mit Kinderkleidung, Spielzeug und Kinderbüchern eingetroffen, sagte Unternehmenssprecherin Juliane Leupold dem SWR. „Wir haben heute die Aktion beendet und bereiten nun die Verteilung der Sachspenden vor.“ Leupold rechnet damit, dass noch bis zu 1.000 weitere Pakete auf dem Weg seien.

Ihren Worten zufolge unterstützt das Logistikunternehmen Hermes die Spendenaktion auch weiterhin. Die Sachspenden lagern demnach beim Logistikunternehmen Hermes gelagert, das auch die Sendungen von den Spenden hin zu Rebuy portofrei transportiert hatte. In den kommenden Wochen wollen Mitarbeiter des Onlinehändlers die Pakete auspacken und vorsortieren, um die Verteilung an die Flüchtlingsunterkünften zu erleichtern. Bis Weihnachten sollen alle brauchbaren Hilfsgüter dann bei den Empfängern angekommen sein.

Ein ehrgeiziger Plan – zumal ursprünglich ein weiterer starker Partner mit im Boot war, man hatte auf die Mithilfe des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gesetzt. Aber der DRK-Bundesverband bremste die Aktion nach wenigen Tagen aus, weil er über die zwischen Rebuy und einem Berliner DRK-Verband vereinbarte Zusammenarbeit nicht informiert worden war und das Generalsekretariat eine bundesweite Verteilung der Sachspenden für zu aufwendig hielt.

Trotzdem lief der Spendenaufruf weiter und verbreitete sich schnell im Internet: Mehr als 14.000 Mal wurde der Appell bei Facebook geteilt. Nun, nach dem Ende der Aktion, beginnt die eigentliche Arbeit. „Wir sprechen derzeit mit vielen Hilfsorganisation in Deutschland und schauen wo, welcher Bedarf ist“, sagte Leupold. „Wir wollen, dass die Spenden bei den Flüchtlingskindern ankommen.“

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