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Ein Projekt von: BR | NDR | SWR | WDR

Die Grube Messel – Schaufenster in die Urzeit

03.02.2014, von , in Karte anzeigen

Ditmar Schaal präsentiert einen der neuesten Funde: ein Rieseneichhörnchen. (Foto: Ralf Caspary)

Dietmar Schaal präsentiert einen der neuesten Funde: ein Rieseneichhörnchen.

Vor 47 Millionen Jahren entstand bei einem Vulkanausbruch die heutige Grube Messel bei Darmstadt. Der sich plötzlich öffnende Erdkrater füllte sich mit Wasser und wurde für viele Tiere zum Verhängnis, die in dem sauerstoffarmen und mit vulkanischen Gasen vergifteten Wasser ertranken. Ihre Kadaver sanken zu Boden und versteinerten. Die heute gefundenen Schieferplatten zeigen das Abbild dieser Tiere in seltener Feinheit: vom sichtbaren Mageninhalt bis zur versteinerten Paarung von Schildkröten. Ein sensationeller Fund in dieser Grube  ist das etwa 30 Zentimeter große Urpferdchen, ein Vorfahr des Pferdes. Es ist heute das Logo der Stätte. Mittlerweile steht die Grube Messel auf der Welterbe-Liste der UNESCO. Jetzt im Winter präparieren die Forscher im Labor der Grube Messel ihre faszinierenden Funde. Ralf Caspary war dabei.

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„Pestprofessor“ erforscht Erbgut historischer Krankheitserreger

20.01.2014, von , in Karte anzeigen

Johannes Krause untersucht Schädel (Foto: SWR)

Johannes Krause untersucht Schädel

Wie funktionieren Krankheitserreger? Wie verändern sie sich – und wie schnell? Diese Fragen treiben Forscher seit Jahrhunderten um. So auch Professor Johannes Krause von der Universität Tübingen. Er ist Deutschlands erster Professor für Archäogenetik– und  erforscht das Erbgut historischer Krankheitserreger. Bekannt wurde Krause, weil es ihm und seinem Team vor einigen Jahren als ersten gelang, das Erbgut des mittelalterlichen Pesterregers zu entschlüsseln. Bislang hatten Forscher das nur bei zeitgenössischen Erregern geschafft.Ulrike Mix ist mit Prof. Johannes Krause eingetaucht in die Welt des Schwarzen Todes. „„Pestprofessor“ erforscht Erbgut historischer Krankheitserreger“ weiterlesen →

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Die Heuneburg – Auf den Spuren der Kelten

03.12.2013, von , in Karte anzeigen

Ralf Hartmayer bei Ausgrabungen an der Heuneburg

Ralf Hartmayer bei Ausgrabungen an der Heuneburg

Im Donautal in der Nähe von Sigmaringen gibt es einen Ort, der Archäologen seit Jahrzehnten fasziniert: Die Heuneburg. Sie war vor 2500 Jahren – während der Eisenzeit – ein mächtiges Zentrum der Kelten; sie gilt als die älteste Stadt nördlich der Alpen. Seit den 1950er Jahren wurden auf der Heuneburg bei Grabungen immer wieder Aufsehen erregende Entdeckungen gemacht. Und auch jetzt sind die Archäologen des baden-württembergischen Landesamtes für Denkmalpflege dort wieder einer Sensation auf der Spur: Sie haben unterhalb der Burg Knochenreste entdeckt. Wild durcheinander liegende Einzelteile. Worum es sich dabei handelt, weiß keiner – klar ist nur: So etwas hat man bei den Kelten noch nie gesehen. Ulrike Mix über ein 2500 Jahre altes Rätsel. „Die Heuneburg – Auf den Spuren der Kelten“ weiterlesen →

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Eisen, Stahl und Feuer – Archäometallurgen lüften Geheimnis eines Damastschwerts

07.10.2013, von , in Karte anzeigen

Reporter Christoph König assistiert Frank Trommer bei der Herstellung eines Damastschwertes (Foto: SWR)

Reporter Christoph König assistiert Frank Trommer bei der Herstellung eines Damastschwertes (Foto: SWR)

Damals war sie „state oft he art“, Ausdruck der höchsten Schmiedekunst: Die Ingersheim Spatha, ein Schwert, das den Namen seines Fundorts trägt. Es ist aus Damaststahl geschmiedet, der aus vielen verschiedenen Metallschichten zusammengefügt worden ist und zwar so, dass die Klinge ein kunstvoll verschnörkeltes, organisches Muster trägt. Nur haben die Schmiede der Alemannen im sechsten Jahrhundert nicht aufgeschrieben, wie sie das Schwert hergestellt haben.
Frank Trommer will das Geheimnis des alten Schwerts lüften. Aber nicht im Archiv oder bei einer Ausgrabung. Er schwingt selbst den Hammer und sammelt praktische Erfahrungen für die Forschung. Christoph König hat ihn in seiner Schmiede bei Blaubeuren besucht. „Eisen, Stahl und Feuer – Archäometallurgen lüften Geheimnis eines Damastschwerts“ weiterlesen →

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Töpfern wie im Mittelalter

23.07.2013, von , in Karte anzeigen

Töpferrad nach Mittelalterart

Töpferrad nach Mittelalterart

Es ist eine einzigartige Zeitreise. Der weltberühmte „Klosterplan von St. Gallen“ gilt als Idealplan einer frühmittelalterlichen Klosteranlage, er wurde in seiner Gesamtheit jedoch nie in die Tat umgesetzt. Dies soll sich nun ändern. Bei Meßkirch im Kreis Sigmaringen hat der Bau dieser Anlage begonnen, und zwar ausschließlich mit den technischen Möglichkeiten und dem Know How des Frühmittelalters. Das heißt: Muskelkraft statt Maschinenpower, Ochsenkarren statt Lastwagen und historische Gewänder statt Blaumann. Alle Baumaterialien, Stein, Lehm und Holz, und alle Werkzeuge werden direkt auf der Baustelle gewonnen. Das Projekt wird von einem wissenschaftlichen Beirat unterstützt, der die mittelalterliche Baukunst recherchiert hat. Der Bau der Anlage soll ganze 40 Jahre dauern. Unser Durchblicker Christoph König hat die Baustelle, auf der im Moment Werkzeug und Essgeschirr hergestellt werden, besucht und auf mittelalterliche Weise getöpfert.
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Auf den Spuren der Urmenschen

03.06.2013, von , in Karte anzeigen

Archäologe Dr Jordi Serangeli von der Universität Tübingen mit einer Speernachbildung vor der Grabungsstelle

Archäologe Dr Jordi Serangeli von der Universität Tübingen mit einer Speernachbildung vor der Grabungsstelle

Die Schöninger Speere gelten als älteste Jagdwaffen der Menschheit. Sie sollen vor über 300.000 Jahren hergestellt worden sein. Als sie in den 90er Jahren entdeckt wurden, wurde das weltweit als Sensation gefeiert. Denn die 8 außergewöhnlich gut erhaltenen hölzernen Speere beweisen, dass der Urmensch anders als bisher angenommen ein intelligenter Jäger mit erstaunlichen Fähigkeiten war. Nun sollen die Holzspeere in einem eigens dafür errichteten Forschungs- und Erlebniszentrum ausgestellt werden, dem Paläon. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Fundort, dem niedersächsischen Braunkohlegebiet Schöningen. Dort suchen Archäologen auch heute noch nach den Spuren unserer Vorfahren und entdecken täglich Neues. Reporterin Carmen Woisczyk war mit auf der Suche nach Resten der Urmenschen. „Auf den Spuren der Urmenschen“ weiterlesen →

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Napoleons Soldaten

18.02.2013, von , in Karte anzeigen

In der Anthropologie der Uni Göttingen werden Knochen von Soldaten Napoleons untersucht

In der Anthropologie der Uni Göttingen werden Knochen von Soldaten Napoleons untersucht

Im Winter 1813/14 waren Zehntausende Soldaten auf dem Rückzug von der Völkerschlacht bei Leipzig. Napoleon hatte den Krieg gegen Preußen, Russland und Österreich verloren, jetzt wollten seine Soldaten nur noch eins: Nach Hause. Viele von ihnen stammten aus den Niederlanden, Luxemburg und Belgien, Gebiete, die Napoleon besetzt hatte und deren Soldaten ihn begleiteten.  Auf ihrem Rückzug strandeten einige von ihnen in Kassel.

 

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Schiffsbohrwurm ahoi! Wer zerfrisst die Wracks in Nord- und Ostsee?

21.01.2013, von , in Karte anzeigen

Der Meeresbiologe Kai Hoppe hat seine Abstellkammer zum Labor umgebaut

Der Meeresbiologe Kai Hoppe hat seine Abstellkammer zum Labor umgebaut

Wenn einmal der Wurm drin ist, macht das keinem Freude – ganz besonders nicht Archäologen, denen Holzwürmer ein Graus sind. Sogar unter Wasser treiben kleine Tiere ihr Unwesen, die von Holz gar nicht genug kriegen können. So manches Schiffswrack von hohem archäologischen Wert wurde vom sogenannten Schiffsbohrwurm zum Zerfallen gebracht. Das hat dazu geführt, dass Archäologen, die ein Wrack finden, sich erst einmal besorgt die Frage stellen, ob der Wurm drin ist – oder eben nicht. „Schiffsbohrwurm ahoi! Wer zerfrisst die Wracks in Nord- und Ostsee?“ weiterlesen →

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Dinojagd im Harz – Paläontologen graben nach Dinosaurierknochen

22.10.2012, von , in Karte anzeigen

Das Grabungsteam nimmt jeden Stein genau unter die Lupe

Das Grabungsteam nimmt jeden Stein genau unter die Lupe

Der Langenberg im Nordharz gilt als einzigartige Fossilienfundgrube. Europaweit gibt es keinen Ort, an dem mehr Fossilien entdeckt wurden. Paläontologen haben bei früheren Grabungen weit mehr als 1000 Fossilien und Überreste von 20 Dinosauriern zu Tage gebracht. Ein kleiner Dino wurde sogar als neu entdeckte Art anerkannt: „Europasaurus holgeri“ war ein pflanzenfressender Langhalsdinosaurier, der bis zu 6 Meter lang war – ein Zwergdinosaurier  im Vergleich zu seinen nächsten Verwandten. Jetzt suchen Forscher aus ganz Deutschland in einem Steinbruch im Harz nach weiteren bislang unbekannten Dinosaurierarten. Carmen Woisczyk war dabei. „Dinojagd im Harz – Paläontologen graben nach Dinosaurierknochen“ weiterlesen →

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Mit dem Metalldetektor auf dem antiken Schlachtfeld

02.07.2012, von , in Karte anzeigen

Die Suche nach Überresten am Harzhorn

Reporter Jens Wellhöner bei der Suche nach Überresten am Harzhorn

Es war eine blutige Schlacht: Im Jahr 235 nach Christus zog der römische Imperator Maximinus Thrax mit seinen Legionen tief nach Norddeutschland hinein, um die Germanen für Überfälle auf die römische Grenze zu bestrafen. Auf seinem Rückweg von der Elbe stieß er nördlich des heutigen Göttingen auf ein Hindernis: Germanen hatten eine Passhöhe gesperrt, die Römer konnten nicht weiter. Es kam zum Kampf. Heute finden Archäologen die Reste der dramatischen Ereignisse. Mit Metalldetektoren durchkämmen sie den Wald nach Hinterlassenschaften der römischen Armee. Jens Wellhöner hat sie begleitet: „Mit dem Metalldetektor auf dem antiken Schlachtfeld“ weiterlesen →

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