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Der Knochenkeller – Rekonstruktion von Dinosaurierskeletten

27.02.2014, von , in Karte anzeigen

1) Knochen von Dinosaurierbeinen - gelagert im Knochenkeller des Berliner Museums für Naturkunde (Foto: Thomas Gith)

Knochen von Dinosaurierbeinen – gelagert im Knochenkeller des Berliner Museums für Naturkunde

Dinosaurier sind tot – lange schon. In Berlin aber werden sie zu neuem Leben erweckt. Präparatoren und Paläontologen des Berliner Museums für Naturkunde befreien die Knochen der Dinosaurier von einer umliegenden Gipsschicht und von Versteinerungen – und lassen die Dinosaurier so neu auferstehen. Thomas Gith hat sie bei ihrer Arbeit begleitet.

Saurierwirbel samt  Dornfortsätzen in Nahaufnahme (Foto: Thomas Gith)

Saurierwirbel samt Dornfortsätzen in Nahaufnahme

Im Berliner Museum für Naturkunde gibt es einen Brachiosaurus branaci, der so hoch ist wie ein vierstöckiges Haus – genauso wie den furchterregenden Kentrosauraus, dessen Rücken mit spitzen Stacheln übersät ist. Auferstanden sind die uralten Echsen aus versteinerten Knochen. Bis heute lagern unzählige ihrer Skelettteile im Knochenkeller des Berliner Museums für Naturkunde: Schulterblätter, die so groß sind wie eine Autotür gibt es dort genauso wie mannshohe Unterschenkelknochen und fußballgroße Wirbelkörper.

 

5) Mit einem Stichel werden Gips- und Steinreste eines Saurierwirbels vorsichtig abgetragen (Foto: Thomas Gith)

Mit einem Stichel werden Gips- und Steinreste eines Saurierwirbels vorsichtig abgetragen

Viele dieser versteinerten Fossilien sind rund 150 Millionen Jahre alt. Erst vor rund 100 Jahren wurden sie bei einer Afrika-Expedition in Tendaguru, dem heutigen Tansania, entdeckt, ausgegraben, mit einer schützenden Gipshülle versehen und nach Berlin verschifft. Selbst heute, 100 Jahre nach der Expedition, gibt es noch unzählige Funde, die unbearbeitet sind und die im Kellergewölbe des Berliner Naturkundemuseums lagern.

Markus Brinkmann befreit den Saurierwirbel von Gips und Gestein (Foto: Thomas Gith)

Markus Brinkmann befreit den Saurierwirbel von Gips und Gestein

Präparatoren haben daher bis heute gut zu tun: Sie befreien die Knochen von Gips und umliegendem Gestein. Allerdings: Einige der freigelegten Knochen sind brüchig, müssen daher mit einem Spezialkleber zusammengehalten werden.

 

 

Kuratorin Daniela Schwarz-Wings

Kuratorin Daniela Schwarz-Wings

Paläontologinnen wie Daniela Schwarz-Wings, die Kuratorin der Dinosauriersammlung am Museum für Naturkunde ist, fügen die einzelnen Knochen dann zu ganzen Skeletten zusammen und erwecken die Dinosaurier so zu neuem Leben. Unser Bild von den Giganten der Urzeit ist daher recht genau – und beeindruckend ist es allemal.

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