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Konkurrenz am Steuer: Wenn Autos selber fahren

09.12.2013, von , in Karte anzeigen

Das Steuer übernimmt hier der Computer (Foto: BR)

Das Steuer übernimmt hier der Computer

Nicht nur Google macht es vor – auf der ganzen Welt tüfteln Autobauer und Wissenschaftler an Autos, die selbstständig fahren sollen. Schon jetzt geht die Entwicklung zu immer ausgeklügelteren Assistenzsystemen, automatischen Einparkhilfen und Abstandsystemen. Irgendwann wird der Fahrer arbeitslos werden – manche rechnen schon in 20 Jahren mit völlig autonomen Autos.
Doch wie vertragen sich eigentlich solche Autos und arbeitslose Fahrer? In München an der Technischen Universität versuchen Ergonomen genau das herauszufinden. Yvonne Maier hat den Test gemacht.

Interview (Foto: BR)

Yvonne Maier im Interview mit Professor Klaus Bengler

Mittelfristig werden solche Autos auch bei uns am Straßenverkehr teilnehmen – doch der menschliche Fahrzeugführer wird noch lange Zeit nicht komplett ersetzbar sein. Je nach Situation hat entweder das Assistenzsystem oder der Fahrer das Steuer in der Hand. Wie diese Mensch-Maschine-Interaktion in Zukunft aussehen könnte, das erforschen Ergonomiker um Professor Klaus Bengler an der Technischen Universität München in einem besonderen Fahrsimulator.

Konkurrenz am Steuer? (Foto: BR)

Passieren kann hier nichts: Landschaft und Gegenverkehr ist nur virtuell

Mitten in einer Halle am Campus Garching im Norden Münchens ist ein echtes – motorloses – Cabrio aufgebaut, davor riesige Videoleinwände, auf die eine virtuelle Landschaft projiziert wird. Den Testpersonen wird vorgegaukelt, das Auto würde von ganz alleine durch diese Landschaft fahren und hin und wieder darf der Mensch selbst eingreifen. Zum Beispiel indem er einen LKW überholt oder im Baustellenbereich auf eine andere Spur ausweicht.

Reporterin Yvonne Maier kann während der Fahrt ruhigen Gewissens aus dem Fenster schauen. (Foto: BR)

Reporterin Yvonne Maier kann während der Fahrt ruhigen Gewissens aus dem Fenster schauen.

Für die Forscher ist dabei interessant, was die Fahrer dabei machen. Denn während das Auto ganz von alleine fährt, kann ein Mensch in sein Handy schauen, ein Buch lesen oder sich mit den Mitfahreren unterhalten. Wenn er wieder übernehmen soll, muss er über Licht- oder Tonsignale darauf aufmerksam gemacht werden. Wie laut und auffällig die sein sollen, das weiß bisher keiner. Am besten wäre es, wenn das Auto über Kameras wahrnehmen könnte, wie aufmerksam der Fahrer denn die aktuelle Verkehrslage mitbekommt. Denn wenn er eh nach vorne schaut, muss ja nicht gleich ein lauter Alarm erklingen. Wenn jemand dagegen ein Nickerchen hält, dann muss man erst geweckt werden. Und im Notfall können da Sekunden entscheidend sein.

 

 

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