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Krippe Kleinstein – Das Haus der kleinen Forscher

02.01.2013, von , in Karte anzeigen

Marisa Scharla probiert mit zwei Kindern farbige Folien aus

Marisa Scharla probiert mit zwei Kindern farbige Folien aus

Bildung ist das A und O – gerade für die nächste Generation. Das hören wir von Politikern, Bildungsexperten und auch viele Eltern sind Verfechter von möglichst viel Bildung für ihr Kind. In Stuttgart-Hohenheim gibt es eine Kindertagesstätte, die frühkindliche Bildung ganz wörtlich nimmt: Dort beginnt nach eigenen Worten die „wissenschaftliche Frühförderung“ schon bei Kleinkindern: Den ein- bis dreijährigen nämlich. Die „Krippe Kleinstein“ gehört – natürlich, wozu sonst – zur Uni Hohenheim. Katharina Thoms hat dort mit den Kleinsten an einem naturwissenschaftlichen Experiment teilgenommen. Dieses Mal ging es um Farben, Licht und Sehen:

Die erste Aufgabe für die Kleinkinder besteht darin, ein buntes Bild zu malen

Die erste Aufgabe für die Kleinkinder besteht darin, ein buntes Bild zu malen

Neun Kleinkinder wuseln durch den hellen Raum der Krippe. Die Erzieherin Marisa Scharla ruft sie alle an einen großen Holztisch. Dort liegen schon mehrere bunte Folien, Bunt- und Filzstifte bereit. Marisa Scharla erklärt das geplante Wackelbild-Experiment: Die Kinder sollen Bilder mit verschiedenen Farben malen.

Durch die farbige Folie betrachtet sieht das Bild anders aus

Durch die farbige Folie betrachtet sieht das Bild anders aus

Dann halten sie nacheinander verschieden farbige Folien darüber – und siehe da: Ein Teil ihres Bildes ist nicht mehr zu sehen. Bei der roten Folie verschwinden die roten Linien, bei der blauen Folie das blau Bemalte usw.

Mit diesem „Experiment“ sollen den Kindern naturwissenschaftlich-physikalische Phänomene nahe gebracht werden, wobei es in erster Linie nicht um die Kognition, die Analyse geht, sondern um das spielerische Herantasten.

Jungforscherin Emmy testet eine farbige Folie

Jungforscherin Emmy testet eine farbige Folie

Beim geplanten Experiment sind die Kinder vor allem von den bunten Folien fasziniert. Sie halten sie sich vor das Gesicht – und plötzlich ist die Welt rot, blau oder gelb. Für die Erzieher ist das in Ordnung, wenn das Geschehen anders abläuft, als geplant – Hauptsache die Kinder entdecken die Welt.

Marisa Scharla gibt auch zu, dass die Experimente im Prinzip ganz ähnlich sind wie das Basteln in anderen Kitas – aber eben gezielter. Nach rund 20 Minuten verlieren die Kinder zwar die Lust am Basteln oder Experimentieren. Die Erzieherin ist aber zufrieden. Sie hat wieder Kinder neugierig gemacht – und den Forschergeist der Kleinen geweckt. Und genau darum geht es bei dem Projekt: Um das möglichst selbstständige Erkunden der Welt der Farben.

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