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Videorestauratoren

19.12.2011, von , in Karte anzeigen

Videorestaurator Christoph Blase am Abspielgerät

Videorestaurator Christoph Blase am Abspielgerät

Am Karlsruher Zentrum für Kunst und Medientechnologie, ZKM, gibt es einen ungewöhnlichen Beruf: den des Videorestauratoren. Zwei Mitarbeiter haben sich dort ein Labor eingerichtet und darauf spezialisiert, alte Videobänder – vor allem mit Videokunst aus den 60er und 70er Jahren darauf – wieder fit zu machen. Durchblickerin Lena Stadler hat die beiden Videorestauratoren in ihrem Labor besucht.

 

Die Reinigungsmaschine für die Videobänder

Die Reinigungsmaschine für die Videobänder

Zunächst müssen die Bänder mit speziellen Maschinen gereinigt werden, bevor sie dann in einer aufwändigen Kette digitalisiert werden.  Ungefähr drei bis vier Bänder pro Tag schaffen der Medienwissenschaftler Christoph Blase und die Medienkünstlerin Dorcas Müller, allerdings kommt es sehr darauf an, wie verschmutzt die Bänder sind. Mehr als 300 alte Videoabspielgeräte besitzt das Labor, so dass jedes Video auf jeden Fall auch abgespielt werden kann.

Medienkünstlerin Dorcas Müller bei der Digitalisierung der Bänder

Medienkünstlerin Dorcas Müller bei der Digitalisierung der Bänder

Das ist gar nicht so selbstverständlich, schließlich existierten bis in die Mitte der 1980er Jahre hinein nach Expertenschätzungen um die 100 unterschiedliche und damit inkompatible Videosysteme. Durchblickerin Lena Stadler konnte erleben, wie ein Band mit einem Interview mit der 1978 verstorbenen Dada-Künstlerin Hannah Höch restauriert wurde. Nur selber Hand anlegen, das durfte sie bei solch einem medienwissenschaftlich und kunsthistorisch interessanten Band natürlich nicht – dafür ist die ganze Angelegenheit zu knifflig und erfordert zu viel Fingerspitzengefühl.

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