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Luchsforschung im Harz

14.10.2011, von , in Karte anzeigen

Luchs in freier Wildbahn

Luchs in freier Wildbahn


Der Luchs ist von der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild zum Wildtier des Jahres gewählt worden. Denn fast wäre er ausgestorben. Wiederansiedelungsprojekte in ganz Europa konnten das verhindern. Die Nationalparkverwaltung Harz startete vor rund 10 Jahren das erste und einzige Wiederansiedelungsprojekt in Deutschland: 24 Luchse wurden ausgewildert. Inzwischen sind mehr als 80 Jungtiere im Freiland geboren worden. Forschern geht es nun darum, das Vorkommen der Luchse in freier Wildbahn zu erhalten und zu stärken.

Luchsbeauftragter Ole Anders und Reporterin Carmen Woisczyk orten einen Luchs mit der Handantenne.

Ole Anders und Carmen Woisczyk orten einen Luchs mit der Handantenne.

Reporterin Carmen Woisczyk hat sich mit dem Forschungsleiter Ole Anders vom Nationalpark Harz auf Spurensuche begeben.
Bisher haben sechs Luchse Sendehalsbänder bekommen. Mit Empfangsgeräten können die Wissenschaftler den Weg der Tiere durch das Mittelgebirge nachvollziehen. Sie wollen mehr über den Lebensraum und das Verhalten der Luchse im Harz in Erfahrung bringen, damit sie die Tiere besser schützen können.

Luchsportrait mit Sendehalsband

Luchsportrait mit Sendehalsband

Die Auswertung der so gesammelten Daten ergibt, dass weibliche Tiere ein etwa 100 km² großes Revier durchwandern. Das Revier der Männchen ist dagegen deutlich größer: Sie halten sich auf Flächen von mehr als 300km² auf. Außerdem konnten die Forscher nachweisen, dass junge Luchse den Harz verlassen haben, um sich neue Gebiete zu erschließen. Offensichtlich breitet sich die Harzer Population als einzige in Europa aus. Sie vermehrt sich zunehmend, so dass heute keine Tiere mehr ausgewildert werden müssen.

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