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Archäologie unter Wasser – Forschungstaucher untersuchen das Schiffswrack der Prinsessan Hedvig Sophia

29.07.2011, von , in Karte anzeigen

Alte Kriegsschiffe (c) Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein

Man schreibt das Jahr 1715: Schweden führt Krieg gegen Dänemark. Auf der Ostsee tobt die entscheidende Seeschlacht. Die Dänen siegen, die schwedischen Schiffe fliehen. Um sich zu retten, setzt die verzweifelte Besatzung eines von ihnen vor Kiel auf Grund. Und entkommt. Das Schiff, die „Prinsessan Hedvig Sophia“, zerfällt im Laufe der Zeit. Fast 300 Jahre später erforschen Taucher der Uni Kiel und der Südjütländischen Universität aus Dänemark das alte Wrack. Durchblicker-Reporter Jens Wellhöner ist mit einigen von ihnen auf die Ostsee gefahren, um sie bei ihrer Arbeit zu beobachten.

Tauchgang zur Hedvig Sophia (c) Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein

 

Vor drei Jahren entdeckten Taucher ein rätselhaftes Holzwrack auf dem Meeresboden –  Nur einen Kilometer vom Ufer entfernt, in gerade einmal 5 Metern Tiefe,  Sie  meldeten ihre Beobachtungen dem Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein. Forscher starteten daraufhin eine erste Expedition zum Wrack und entdeckten neben den Überresten des Schiffs Musketen- und Kanonenkugeln. Eine kleine Holzprobe des Wracks wurde später im Labor untersucht. Das Ergebnis: Die Bäume, die für den Bau des Schiffs benutzt wurden, sind im Jahr 1683, dem Erbauungsjahr der Hedvig Sophia,  gefällt worden. Der lange verschollene Stolz der schwedischen Flotte war gefunden, eine archäologische Sensation.

Die Forscher bei der Arbeit (c) Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein

In diesem Sommer haben die Archäologen eine neue Expedition zum Wrack gestartet:  In  welchem Zustand sind die Überreste der die „Hedvig Sophia“? Wie groß war sie, und liegen eventuell  noch unentdeckte Fundstücke am Meeresgrund? Durchblicker Jens Wellhöner hat den Forschungstauchern bei ihrer Arbeit über die Schulter geschaut.

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