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Die Schiffe der Zukunft: Modelle auf dem Prüfstand

05.07.2011, von , in Karte anzeigen

Schiffsrumpf auf dem Prüfstand

Schiffsrümpfe müssen extrem belastbar sein und gleichzeitig leicht und schnell durchs Wasser gleiten können. In der Hamburgischen Schiffsbau Versuchsanstalt, kurz HSVA werden geplante Schiffe vor Baubeginn daher im Modell getestet. Durchblicker-Reporter Jan Friese war bei den Tests dabei.

Der Rumpf ist das Kernstück eines jeden Schiffes. Es muss enorme Lasten tragen können und darf selbst bei höchsten Wellen nicht ins Schlingern geraten. Ob der Rumpf eines geplanten Schiffes das alles kann, wird in der Hamburgischen Schiffsbau Versuchsanstalt, getestet. Viele Schiffsbauer lassen hier ihre Projekte im Modell testen, noch bevor eine Werft mit der Arbeit beginnt.

Das HSVA-Versuchsbecken

In der HSVA befindet sich das größte Versuchsbecken für Schiffsrümpfe in  Deutschland – rund 300 Meter lang und 18 Meter breit. Schlepper-, Container-Frachter-, oder Öltanker-Modelle, in der HSVA-Schreinerei  extra dafür angefertigt,  werden hier auf ihre Seetüchtigkeit getestet.

Über dem Versuchsbecken befinden sich Messstände, und eine „Brücke“, von der aus die Wissenschaftler ihre Untersuchungen kontrollieren. Dann geht es los: Für eine realistische Seesituation sorgen Wellengeneratoren. Dutzende bewegliche Metallplatten, jede so groß wie ein Kofferraumdeckel, peitschen das Wasser auf. Mal kommen die Wellen von vorne, mal von der Seite, und immer wird genau beobachtet, wie  der Rumpf durch die Wellenkronen bricht. Hält er den Kurs, auch wenn die Gischt bereits über die Modell-Reling spritzt?

In der HSVA-Schreinerei

In einer besonderen Kältekammer können sogar Seefahrten im Eis simuliert werden. Für Reeder und Schiffsbauer sind die Ergebnisse aus der HSVA von besonderem Interesse: Nur ohne große Bugwellen und Widerstände im Wasser werden die Schiffe der Zukunft schnell und zugleich sparsam im Spritverbrauch sein. Wenn die Tests schlecht ausfallen, wird es dann vielleicht doch ein anderer Rumpf.

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