. .

Ein Projekt von: BR | NDR | SWR | WDR

Der Service-Roboter ARMAR am Karlsruher Institut für Technologie

18.04.2011, von , in Karte anzeigen

Reporterin Katharina Thoms lässt sich von Service-Roboter AMAR bedienen

Ein Traum für jeden Aufräum-Muffel: Man sitzt gemütlich auf der Couch, während ein anderer das Geschirr wegräumt, den Müll herunter bringt oder das Kinderzimmer aufräumt. Die Forscher am Institut für Anthropomatik des Karlsruher Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)  arbeiten seit zehn Jahren an diesem Traum. Sie entwickeln einen Serviceroboter – für den Privatgebrauch. Einer, der „die Drecksarbeit“ erledigt. Noch ist der Karlsruher Roboter ARMAR ein Prototyp. Aber einiges kann er schon. Katharina Thoms hat sich von ihm ein bisschen bedienen lassen.

Tamim Asfour (r.) hat den Serviceroboter mit entwickelt

ARMAR reicht mir einen Becher und er holt mir auch den Apfelsaft aus dem Kühlschrank. Sehr freundliche Bedienung – bisher aber nur auf englisch. Es dauert alles noch ganz schön lange, wenn er so durch die Laborküche rollt, aber Becher und Apfelsaft landen bei mir. Das schwierige sind die vielen Komponenten, die exakt zusammenspielen müssen, damit ARMAR funktioniert, sagt der Entwickler des Roboters. Tamim Asfour arbeitet seit zehn Jahren am Institut für Anthropomatik an der Entwicklung des Serviceroboters. Asfour bringt ihm auch bei, wie man zum Beispiel einen Saft aus dem Kühlschrank holt.

Der Roboter ist auch lernfähig und kann auch neue Gegenstände oder Aufgaben lernen

Der Roboter ist so programmiert, dass er lernen kann. Wenn er etwas zum ersten Mal sieht oder Abläufe zum ersten Mal durchspielt, dann speichert er das alles und kann es später wieder abrufen. Dafür benötigt ARMAR ganze fünf Computer. Die Rechner sind in seinen Robo-Körper eingebaut. Jeder ist für eine bestimmte Aufgabe zuständig: Jeweils einer für das Sehen, Hören, Sprechen und für die Steuerung, also das Herumfahren oder Greifen. Der fünfte Computer koordiniert das Ganze dann.

Der Service-Roboter ARMAR ist für normale Haushalte bisher leider unerschwinglich

Noch ist ARMAR ein Prototyp – ein teurer noch dazu: Rund 200.000 Euro kostet allein das Material, das in ihm verbaut ist. Mehr als 20 Wissenschaftler haben an ihm gearbeitet. Bis wir so einen Serviceroboter also wirklich zu Hause stehen haben, vergehen sicher noch Jahrzehnte, sagt Asfour. Aber er arbeitet weiter an diesem Traum.

Share

Schreibe einen Kommentar

*

Kartendarstellung

Karte
 

Der SWR ist Mitglied der ARD.

Impressum | SWR ©2018