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Woher kommt die Zeit? Die Atomuhren an der Physikalisch- Technischen Bundesanstalt

11.04.2011, von , in Karte anzeigen

Der Physiker Andreas Bauch vor der Atomuhr in Braunschweig (Foto: NDR)

Die Zeit kommt aus der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Dort stehen die genauesten Uhren der Welt – vier Caesium-Atomuhren. Sie geben sämtlichen Funk- und Bahnhofsuhren in Deutschland den Takt vor. Aber wie funktioniert das eigentlich? Das hat sich Reporterin Carmen Woisczyk angeguckt.  In einem gelben, 2 Meter hohen Metallschrank ist die Elektronik der Atomuhr untergebracht.  Dahinter steht eine silberne, 2 Meter lange Vakuumkammer, in der sich die Caesium-Atome befinden, mit deren Hilfe die Physiker in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt die Länge der Sekunden bestimmen.

Auf einer Schautafel kann man die Reichweite des Zeit-Senders sehen

Damit die Zeit zu unseren Funkuhren nach Hause kommt, ist allerdings noch ein anderer Ort wichtig: Die Signale, die die Funkuhren empfangen, kommen autark von einer Signalerzeugungseinrichtung, die an einem Sender in Mainflingen bei Frankfurt steht. Dort gibt es drei weitere Atomuhren. Sie liefern den Takt für die Funkuhren, der von einem 200 Meter hohen Sendemast über Deutschland verteilt wird.

Uhrenvergleich

Ohne die Braunschweiger Atomuhren geht es aber nicht: Die Physiker vergleichen diese mit den Uhren am Sendemast und können Einfluss auf die Zeitinformationen nehmen, die über den Sendemast verteilt werden. Sie überprüfen die Zeit in Braunschweig mit Hilfe eines Empfängers, der in einem grauen Metallschrank untergebracht ist. Die Zeitsignale, die er vom Sender in Mainflingen empfängt, sind hörbar:  Es sind lange und kurze Piep-Töne. In der Länge der Töne sind die codierten Zeitinformationen enthalten, die auch die Funkuhren zu Hause empfangen.

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