Rolf-Bernhard Essig

Dr. Rolf-Bernhard Essig (Jahrgang 1963) ist Buchautor, Dozent, Kritiker und Moderator. Nach abgeschlossenem Geschichts- und Germanistikstudium arbeitete er als Bibliothekar und Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Neuere deutsche Literaturwissenschaft. Er verfasste mehrere Bücher, sowie zahlreiche literaturwissenschaftliche und historische Aufsätze, und seit 1998 schreibt er regelmäßig Buch- und Konzertkritiken, Essays, Kultur- und Wissenschaftsartikel für verschiedene Zeitungen. Unter dem Titel `Wie die Kuh aufs Eis kam´ publizierte Rolf-Bernhard Essig ein unterhaltsames Buch über Redensarten und Sprichwörter.

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Antworten von Rolf-Bernhard Essig

Geht der Ausdruck „Alter Schwede“ auf den Dreißigjährigen Krieg zurück? (22.05.2018)

Diese Wendung kommt sogar in der synchronisierten Fassung des Westerns „El Dorado“ vor. Da wird ein alter schwedischer Büchsenmacher reaktiviert und mit „alter Schwede“ angesprochen. Der Dreißigjährige Krieg lief für die Protestanten einige Zeit nicht besonders gut. Da griff der Schwedenkönig mit seinen Leuten ein, was für die Protestanten sehr positiv war. [...] Antwort zu "Geht der Ausdruck „Alter Schwede“ auf den Dreißigjährigen Krieg zurück?" lesen »

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Was ist richtig: „es brennt mir auf den Nägeln“, „es brennt mir unter den Nägeln“? (04.02.2017)

Ja, es gibt sogar noch eine weitere Variante, "es brennt einem unter den Nägeln". Da hat sich tatsächlich Verschiedenes verbunden. Das von den Schneidern wusste ich nicht, aber es gibt – noch wesentlich älter – die Mönche, die bei der Frühmesse sich tatsächlich auf die Fingernägel kleine Kerzen steckten und dann natürlich auch darauf schauen mussten, dass sie schnell genug sangen. Denn wenn die Kerzlein auf den Nägeln herunterbrannten, dann war das natürlich äußerst unangenehm. Nun konnten Mönche ja nicht davonlaufen, die mussten ihre Messe wirklich beenden. Deswegen war das eine unangenehme Situation, wenn einem etwas auf den Nägeln brannte. [...] Antwort zu "Was ist richtig: „es brennt mir auf den Nägeln“, „es brennt mir unter den Nägeln“?" lesen »

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Warum sagt man: „Das ist ja eine schöne Bescherung“? (22.12.2016)

Was sagte der Kraftkerl Samson aus dem Alten Testament, nachdem er seine Stärke verloren hatte? „Das ist ja eine schöne Bescherung!“ Das Wortspiel mag erlaubt sein, weil es uns an die Ursprünge des Stoßseufzers wie der Weihnachtsgaben führt. Samson verlor ja seine Kraft, weil ihm Delila die Haare abgeschnitten hatte. Schon im ersten Buch Moses heißt es: „Wenn du mich beschörest, so wiche meine Kraft von mir“. Ach, die alten Konjunktive! Jedenfalls wird deutlich, dass eine Verbindung mit dem Scheren des Haupt- oder Körperhaares gegeben ist. [...] Antwort zu "Warum sagt man: „Das ist ja eine schöne Bescherung“?" lesen »

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Ist der Weihnachtsmann eine Erfindung von Coca Cola? (22.12.2016)

Keineswegs wurde er von Coca Cola erfunden. Schon vor 180 Jahren kannte und besang man ihn in Deutschland mit Hoffmann von Fallerslebens „Morgen kommt der Weihnachtsmann“. Redewendungen beeinflusste er allerdings erst um 1900. [...] Antwort zu "Ist der Weihnachtsmann eine Erfindung von Coca Cola?" lesen »

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Warum wird am 21. Dezember der Thomas-Tag gefeiert? (21.12.2016)

Am 21. Dezember gedenken viele Christen des Apostels Thomas. Der war laut Johannes-Evangelium nicht anwesend, als der auferstandene Jesus sich den Jüngern zeigte. [...] Antwort zu "Warum wird am 21. Dezember der Thomas-Tag gefeiert?" lesen »

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Was steckt hinter der Redewendung, jemand ist „behängt oder geputzt wie ein Weihnachtsbaum“? (20.12.2016)

Einen Weihnachtsbaum gehörig zu schmücken, das braucht seine Zeit, denn seit mindestens zweihundert Jahren hat er besonders prächtig und üppig auszusehen. Kein Wunder, dass danach die Redewendung für eine bis zur Geschmacklosigkeit übermäßig geschmückte Frau entstand: „Die ist behängt wie ein Weihnachtsbaum“. [...] Antwort zu "Was steckt hinter der Redewendung, jemand ist „behängt oder geputzt wie ein Weihnachtsbaum“?" lesen »

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Wieso sagt man: „Mit Dir würde ich gerne Schlitten fahren“? (19.12.2016)

Im Schwarzwald fällt es nicht schwer, in der Adventszeit einen Schlittenhügel zu finden. Und dort kann man gar zu leicht unter den Schlitten kommen oder mit jemandem Schlitten fahren. Wie die beiden Ausdrücke sprichwörtlich werden konnten? [....] Antwort zu "Wieso sagt man: „Mit Dir würde ich gerne Schlitten fahren“?" lesen »

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Früher war mehr (oder weniger) Lametta – woher stammt diese Redewendung? (16.12.2016)

Nach Wilhelm Busch ist es erst wieder Loriot gelungen, als Künstler mit geflügelten Worten in allen Schichten volkstümlich zu werden. „Nicht nur zur Weihnachtszeit“ hat zwar durch Bölls Satire eine neue, drohende Bedeutung bekommen, doch ist die Redewendung deutlich weniger populär als „Früher war mehr Lametta!“ [...] Antwort zu "Früher war mehr (oder weniger) Lametta – woher stammt diese Redewendung?" lesen »

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Warum sagt man: „Der sieht ja aus wie ein Nussknacker“? (15.12.2016)

Keine Adventszeit ohne Nüsse! Die energiereiche Baumfrucht vergoldete als Wal- oder Haselnuss die Wartetage bis Weihnachten und an den Festtagen selbst die Naschteller. Freilich galt schon damals das Sprichwort: „Gott gibt die Nüsse, aber er knackt sie nicht.“ [...] Antwort zu "Warum sagt man: „Der sieht ja aus wie ein Nussknacker“?" lesen »

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Warum streicht man sich etwas rot im Kalender an? (14.12.2016)

Viele Kalender tun es. Sie weisen uns – nicht nur zur Weihnachtszeit – mit roten Zahlen oder Wochentagen darauf hin, dass ein besonderer Tag zu erwarten ist, ein Feiertag. [...] Antwort zu "Warum streicht man sich etwas rot im Kalender an?" lesen »

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