Josef H. Reichholf

Prof. Dr. Josef H. Reichholf ist Zoologe, Evolutionsbiologe und Ökologe. Seit 1977 hat er eine Professur für Naturschutz an der TU München, seit 1985 an der Ludwig-Maximilians-Universität. Reichholf ist der Auffassung, dass der Bestand oder Niedergang von Kulturen im wesentlichen durch das Klima und die Produktivität der Natur (z. B. fruchtbare Böden) bestimmt werden. Viele Ereignisse der Menschheitsgeschichte, so Reichholfs These, lassen sich durch Klimaveränderungen erklären. So seien z.B. die Kreuzzüge im Mittelalter und die Epoche der Romantik im 18. und 19. Jahrhundert auf das damalige warme Klima zurückführen.

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Antworten von Josef H. Reichholf

Gilt noch immer Darwins Gesetz vom „Survival of the Fittest“? (14.09.2016)

Ja, allerdings wird das oft in einer überspitzten oder sogar falschen Weise interpretiert, nämlich als Überleben des "Stärkeren". Die Stärkeren sind nicht unbedingt die Fittesten. Die Fittesten sind vielmehr diejenigen, die den besten Erfolge haben beim Überleben – nicht diejenigen, die die meisten umgebracht haben. [...] Antwort zu "Gilt noch immer Darwins Gesetz vom „Survival of the Fittest“?" lesen »

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Warum gibt es keine weitere Evolution bei den Affen? (14.09.2016)

Das lässt sich am Beispiel der Paviane gut erklären. Die sind schon ziemlich weit gekommen, aber sie haben seit mehreren Millionen Jahren eine ganz enorme Konkurrenz, nämlich in unseren Vorfahren. Wer es als erster schafft, hat dann die Anfangsvorteile. Es spricht viel dafür, dass die werdenden Menschen, also die Gattung, die sich entwickelte, alles daransetzte, Konkurrenten zu vernichten. [...] Antwort zu "Warum gibt es keine weitere Evolution bei den Affen?" lesen »

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Warum leben wir nicht mehr auf Bäumen? (13.09.2016)

Unsere näheren Verwandten, die Menschenaffen, sind weitgehend Baumbewohner oder nutzen als Schwinghangler Bäume für die Fortbewegung. Nur die ganz großen Gorilla-Männchen tun sich da wegen ihres Gewichts schwer und bewegen sich aus nachvollziehbaren Gründen hauptsächlich am Boden. Ein wesentlicher Teil unserer Anatomie ist ein ganz klares Indiz dafür, dass auch wir uns in ferner Vorzeit schwinghangelnd in den Bäumen fortbewegt haben: die Anatomie unserer Hand. (...) Antwort zu "Warum leben wir nicht mehr auf Bäumen?" lesen »

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Warum haben sich die menschlichen Kulturen so ausdifferenziert, dass es immer wieder zu Kriegen kommt? (13.09.2016)

Das ist eines der großen Probleme der Evolutionsbiologie: Obwohl sie biologisch zweifelsfrei nur einer einzigen Art angehört, verhält sich die Menschheit, als ob sie aus einem Bündel unterschiedlicher, miteinander konkurrierender Arten zusammengesetzt wäre. Wie das zustande gekommen ist und warum sich diese Entwicklung so sehr verstärkt hat, gehört zu den großen Fragen der Evolutionsbiologie. (...) Antwort zu "Warum haben sich die menschlichen Kulturen so ausdifferenziert, dass es immer wieder zu Kriegen kommt?" lesen »

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Werden bestimmte Tier- und Pflanzenarten von der Klimaveränderung profitieren? (20.11.2008)

Es war bisher immer so, dass bei klimatischen Veränderungen Gewinner und Verlierer aufgetreten sind. Es werden – weil es in den warmen Regionen sehr viel mehr Arten gibt als in den kalten – die wärmeliebenden Arten unter den Gewinnern sein. Bei den kälteliebenden Arten kann es bei einigen, die in kleinen Vorkommensgebieten leben, zu Schwierigkeiten kommen ... Antwort zu "Werden bestimmte Tier- und Pflanzenarten von der Klimaveränderung profitieren?" lesen »

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