Eckart Altenmüller

Prof. Eckart Altenmüller ist Arzt und Musiker und einer der führenden Forscher auf dem Gebiet der Neurophysiologie und Neuropsychologie von Musikern. Seit 1994 leitet er das Institut für Musikphysiologie und Musikermedizin (IMMM) der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.

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Antworten von Eckart Altenmüller

Kann man gleichzeitig singen und traurig sein? (13.03.2015)

Wenn man sehr depressiv ist, hat man weder die Kraft noch die körperliche Energie um zu singen. Aber man kann sich auch in einer schlimmen Lebenskrise durchaus durch Gesang trösten; das machen viele Menschen in schlimmen Trauersituationen. Das geht dann schon, dass man singt und sich durch den Gesang beeinflusst. [...] Antwort zu "Kann man gleichzeitig singen und traurig sein?" lesen »

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Ich empfinde beim Musizieren keine Schmerzen. Welchen Einfluss hat Musizieren auf die Hormone? (12.03.2015)

Der Einfluss ist tatsächlich messbar, denn beim Musizieren passiert Folgendes: Im sogenannten Emotionssystem des Gehirns, im Limbischen System, gibt es eine kleine Nervenzellgruppe, die ventrales tegmentales Areal (VTA) heißt und das Belohnungshormon Dopamin ausschüttet – bei Ihnen in dem Moment, in dem Sie Ihre Geige sehen. Wenn Sie dann die Geige ergreifen, den Bogen nehmen und spielen, wird dieser Impuls vom ventralen tegmentalen Areal etwa vier Zentimeter nach vorne in den sogenannten Accumbens-Kern übertragen. Das ist der Kern, der Glücksgefühle macht. [...] Antwort zu "Ich empfinde beim Musizieren keine Schmerzen. Welchen Einfluss hat Musizieren auf die Hormone?" lesen »

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Werden Hypophyse (Hirnanhangdrüse) und Epiphyse (Zirbeldrüse) beim Singen aktiviert? (12.03.2015)

Es ist richtig, dass die Stimme über Resonanzen direkt in unser Gehirn kommt und dort physikalisch auf die Nervenzellen einwirkt. Die Erregung durch die "Schwingungen des Nervenwassers" reichen jedoch nicht aus, um die Nervenzellen zu aktivieren. [...] Antwort zu "Werden Hypophyse (Hirnanhangdrüse) und Epiphyse (Zirbeldrüse) beim Singen aktiviert?" lesen »

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Hilft Musik machen bei ADHS oder ADS? (11.03.2015)

Ja, das ist tatsächlich ein Einsatzgebiet der aktiven Musiktherapie. Die wurde legendär durch die Schriften des Neurologen Oliver Sacks. Sacks beschreibt in seinem ersten Buch den ADHS-Schlagzeuger, der sich gerade durch das Schlagzeug mit seinen Handlungsimpulsen auseinandersetzt und diese in geordnete Bahnen lenken kann. Wir wissen heute, dass gerade Kinder, die hyperaktiv sind, durch das Musizieren lernen, einen Teil ihrer Impulse zu steuern und zu kontrollieren [...] Antwort zu "Hilft Musik machen bei ADHS oder ADS?" lesen »

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