Warum trinkt James Bond seinen Martini geschüttelt, nicht gerührt?

von Metin Tolan am 22.07.2010, 3 Kommentare

Ein Wodka Martini besteht aus großen und kleinen Teilchen. Die Geschmacksmoleküle sind die großen Teilchen. Die Alkoholmoleküle sind die kleinen Teile – Ethanol ist ein relativ kompaktes Molekül.

Wenn man ein Gemisch aus großen und kleinen Teilchen schüttelt, sorgt der sogenannte Paranuss-Effekt dafür, dass die großen Teilchen an die Oberfläche gehen. Die finden nämlich keine Lücken, um nach unten zu gehen. Die kleinen Teilchen dagegen fallen immer nach unten.

James Bond schüttelt sich also den Geschmack an die Oberfläche, weil er ein Genießer ist. Und weil er immer in Eile ist, kann er auch immer nur einen Schluck trinken; er muss ja gleich wieder weiter.

Das war die Erklärung mit einem Augenzwinkern. Die wissenschaftliche ist relativ einfach. Zuerst muss man aber genau zuhören, wie James Bond seinen Drink nimmt: Er trinkt seinen Wodka Martini eisgekühlt, aber ohne Eis. In den Shaker wird also Eis getan, der Wodka Martini wird geschüttelt und schließlich das Eis abgefiltert. Durch das Schütteln kommt das Getränk viel intensiver mit dem Eis in Kontakt als durch das Rühren. Deswegen ist es kälter.

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Beantwortet von Metin Tolan am 22.07.2010 in Chemie und Materialkunde, Kochen und Ernährung, Stichworte: , , , , , , , , , , .

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Kommentare zu „Warum trinkt James Bond seinen Martini geschüttelt, nicht gerührt?“

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Jonathan schreibt am 26.03.2013

Darauf kann nur ein selbsternannter Physiker kommen. Er trinkt das als Provokation gegenüber der „feinen“ Gesellschaft.

thawk schreibt am 28.11.2016

Quatsch. James Bond trinkt keinen Wodka Martini. Er trinkt eine Martini Cocktail. In diesem ist nicht mal zwingend Martini Vermouth enthalten, sondern einfach trockener Vermouth. Das kann zwar Martini Extra Dry sein, oder 101, oder oder, ist aber in der klassischen Variante meist Noilly Prat extra Dry Vermouth. Je trockener der Martini (Cocktail) sein soll, desto weniger Vermouth kommt rein. Der Hauptbestandteil ist Gin.
Der Unterschied zwischen rühren und schütteln: Gerührt bleibt er klar, geschüttelt trübt er etwas ein, wird aber etwas weniger „verwässert“ weil er kürzer mit dem Eis in Kontakt ist.

anonym schreibt am 17.12.2016

Und wenn man es mit Stabmixer bearbeitet?
Eine weitere innovative Variante wäre es mitUltraschall zu vermengen…

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