Hilft vegane Ernährung bei Allergien?

von Carsten Schmidt-Weber am 23.04.2010, Kommentar hinzufügen

Mir sind keine klinischen Studien bekannt, die das hieb- und stichfest beweisen. Um das zu klären, müssten wir Patienten über einen langen Zeitraum hinweg Nahrungsmittel zu essen geben, von denen sie nicht wissen, was es eigentlich ist. Es müsste eine weiße Paste oder ähnliches sein und mir ist nicht bekannt, dass irgendjemand über ein Jahr lang dazu bereit wäre.

In diesem Zusammenhang glaube ich, dass die Evidenzen einfach zu schwach sind. Ich würde in diesem Fall  als Schritt eins vorschlagen, zu einem Allergiefacharzt zu gehen und in einem Hauttest ganz klar feststellen zu lassen, gegen was man allergisch ist. Es muss klar definiert werden, was ein Problem ist und was nicht.

Und dann wäre es möglich, eine spezifische Immuntherapie beispielsweise gegen Gräser oder bestimmte Pollen zu machen. Die Birkenpollenallergiker leiden jetzt gerade besonders. Gegen Gräserallergien gibt es gute Immuntherapien, die immer wirksamer werden. Und mittlerweile gibt es auch die Möglichkeit der sublingualen Therapie. Gerade bei Patienten, die die Injektionen fürchten, möchte man die sublinguale Therapie (eine Art „Schluckimpfung“ bei Allergien; Anm. der Redaktion) anwenden. Die ist vielleicht etwas weniger effektiv, aber dafür sehr sicher und natürlich bequemer für den Patienten.

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