Je größer das Gehirn, desto intelligenter das Lebewesen. Stimmt das?

von Kurt Kotrschal am 19.11.2009, 1 Kommentar

Im Großen und Ganzen schon. Das heißt, dieser sogenannte Enzephalisationsindex, das ist eine Maßzahl, die sich aus Körpermasse und Gehirnmasse errechnet, die ist am größten bei Walen und Menschen und bei diesen intelligenten Tieren, allerdings kann man da auch gewaltig in die Irre gehen. So etwa, wenn man Tiere vergleicht, die nicht allzu nahe miteinander verwandt sind, weil die Hirnbildung der Evolution ganz andere Wege gegangen sein muss und weil es nicht heißt, dass ein kleines Gehirn unbedingt ein dummes Gehirn ist.

Ein wirklich klares Beispiel sind die winzigen Gehirne der Knochenfische, also der Karpfen und Barsche, die bei uns überall rumschwimmen. Und weil diese Gehirne zu unglaublich winzig sind, glauben wir alle, dass Fische so dumm sind. In der Zwischenzeit hat sich gezeigt, dass Fische zu erheblichen Intelligenzleistungen fähig sind.

Und wenn man so ein Gehirn in einen Parafinblock einbettet und dann dünne Schnitte dann herstellt und schaut wie groß die Neuronen sind, also die Nervenzellen, dann kommt man drauf, das sind die kleinsten Nervenzellen der Wirbeltiere überhaupt.

Das heißt, dieses Gehirn ist zwar winzig, hat aber eine unglaublich dichte Packung von winzigen Nervenzellen. Ist daher kein primitives und dummes Gehirn, sondern im Gegenteil, ein sehr, sehr fortschrittliches, abgeleitetes Gehirn. Das heißt, Fische können mit wesentlich weniger Gehirnmasse schneller denken und wahrscheinlich effizienter denken als wir Säugetiere.

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Kommentare zu „Je größer das Gehirn, desto intelligenter das Lebewesen. Stimmt das?“

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Naru0812 schreibt am 03.08.2012

Nonsens! Je größer das Hirn ist, desto größer ist der Abstand jedes einzelnen Neuron zueinander, entsprechend verlangsamt sich das Denken. Bspw.; elektronische Prozessoreinheiten.

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