Überleben Insekten einen Atomkrieg?

von Lars Krogmann am 25.09.2009, Kommentar hinzufügen

Ist die Mär, die zu Zeiten des Kalten Krieges kursierte, dass nämlich Insekten, die besonders widerstands-, anpassungs- oder organisationsfähig sind – also beispielsweise Küchenschaben oder Ameisen – einen Atomkrieg überleben würden und dann aufgrund der Strahlung zu riesenhaften Wesen mutierten, die die Menschen versklaven, wahr?

Also ein Teil von dem ist tatsächlich realistisch. Grundsätzlich ist es so, dass die Idee, die seit den schlecht gemachten Science-Fiction Filmen der 1950er Jahre aufgekommen ist, Insekten würden aufgrund von Atomkriegen ihre Größe verändern, nicht realistisch ist.
Wenn Strahlung so einen starken Effekt auf die Gewebeveränderung von Insekten haben würde, würden diese das bestimmt nicht überleben. Also eine solche, auf Strahlung basierende Veränderung, wird nicht passieren.
Es wird wahrscheinlich auch nicht passieren, dass die Schaben oder Insekten den Menschen versklaven würden, weil die Menschen als relativ empfindliche Wirbeltiere solch einen Atomkrieg auf jeden Fall nicht überleben würden.

Es gibt aber Versuche, die gezeigt haben, dass Schaben, also Kakerlaken, oder wie wir sie auch nennen – die gemeine Küchenschabe – extrem resistent gegenüber biologischer Strahlung sind und die größte Chance hätten, zu überleben.
Bei Ameisen, die extrem kompliziert organisiert sind und komplexe Lebensweisen haben, sie kleiner und auch rein aufgrund ihres Körperbaus deutlich weniger resistent sind, würde ich eher annehmen, dass sie zu den aussterbenden Arten gehören würden.

Also es gibt tatsächlich Versuche, die gezeigt haben: Wenn Organismen eine Chance haben, dann sind es Insekten, vor allem Schaben.

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Beantwortet von Lars Krogmann am 25.09.2009 in Pflanzen, Tiere, Ökologie, Stichworte: , , , , .

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