Warum sagt man: „Stell dein Licht nicht unter den Scheffel“?

von Rolf-Bernhard Essig am 19.08.2009, 1 Kommentar

Ich habe das Glück, dass ich einen guten Konfirmandenunterricht hatte. Denn auch das ist aus der Bibel. Christus erzählt nämlich davon, dass man sein Licht nicht unter den Scheffel stellen soll und vergleicht das mit einer Stadt auf dem Berg in Zusammenhang mit dem himmlischen Jerusalem.

Der Scheffel ist ein Hohlmaß. Damit wurde zum Beispiel Getreide gemessen. Das war relativ groß und man kann es sich wie eine Art Bottich vorstellen. Und wenn man nun darunter ein Licht gestellt hat, dann war die Funktion des Lichtes zu leuchten natürlich hintertrieben. Es war völlig sinnlos, so etwas zu machen.

Und Christus sagt deswegen den Gläubigen, dass sie mit ihrem Glauben, mit ihrer Botschaft in die Welt gehen sollen. Sie sollen es nicht unter den Scheffel stellen, sondern sie sollen sagen: „Nein, es ist so. Das ist die Wahrheit und das himmlische Jerusalem wird kommen.“ Insofern soll man auch stolz sein. Falsche Bescheidenheit empfiehlt Christus in der Hinsicht ganz und gar nicht. Und so sagt ja auch Goethe: „Nur die Lumpe sind bescheiden. Brave freuen sich ihrer Tat.“

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Beantwortet von Rolf-Bernhard Essig am 19.08.2009 in Sprache und Redewendungen, Stichworte: , , , , .

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Kommentare zu „Warum sagt man: „Stell dein Licht nicht unter den Scheffel“?“

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Ritter schreibt am 10.03.2012

Wird sonst heiß am Hintern – logo!

E. Krawuttke

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