Wie kann man sich zu erledigende Dinge besser merken?

von Martin Korte am 02.10.2018, Kommentar hinzufügen

Unser Gehirn kann tatsächlich nur eine begrenzte Anzahl von Variablen handhaben. Das heißt, in unserer Aufmerksamkeit können wir nur an eine bestimmte Anzahl von Dingen denken, meist sind das sechs bis sieben. Wenn das notwendige Dinge sind, um den eigenen Alltag oder den Familienalltag zu organisieren, ist es tatsächlich schwierig, in einem konkreten Moment noch weitere Dinge abzuspeichern. Manchmal sind Dinge auch abgespeichert, aber wir können sie in einem konkreten Moment nicht abrufen, weil auch hier die Aufmerksamkeit auf etwas anderes gerichtet ist.

In unserem Stirnlappen befindet sich ein Gehirnareal, welches das Arbeitsgedächtnis beinhaltet. Dort hinein werden alle Aufgaben gefüllt, die wir aktuell erledigen müssen. Diese Aufmerksamkeit kann auch nach außen gerichtet sein, um auf die Umwelt zu reagieren. Wenn hier die volle Kapazität ausgeschöpft ist, ist es schwierig, weitere Dinge abzuspeichern oder abzurufen. In diesen Momenten helfen nur Notizen oder Innehalten, um sich ganz bewusst zu konzentrieren oder achtsam stehenzubleiben.

Indem man kurz die Augen schließt, die Welt ausblendet, alles nochmal durchdenkt, erhöht man die Chance des Erinnerns. Es liegt jedoch auch eine gewisse Gnade im Vergessen, damit wir handlungsfähig bleiben für die nächste Situation.Merkzettel (Bild: dpa)

Informationen zu dieser Antwort:

Beantwortet von Martin Korte am 02.10.2018 in Psychologie und Gehirn, Stichworte: , , , .

Weitere Möglichkeiten:

Antwort drucken

Kommentare zu „Wie kann man sich zu erledigende Dinge besser merken?“

Noch sind keine Kommentare vorhanden. Ich möchte einen Kommentar verfassen.

Kommentar schreiben

Name und Email müssen angegeben werden, die Email-Adresse wird nicht innerhalb der Kommentare angezeigt.

*