Welche Konzepte erfordert der städtische Verkehr?

von Stephan Rammler am 07.09.2017, Kommentar hinzufügen

Es braucht eine umfängliche Systeminnovation. Sowohl der Antrieb als auch die Nutzungsform müssen verändert werden. Die Raumproblematik ist weltweit eines der größten Treibermomente der Veränderung der urbanen Mobilität. In manchen Ostküstenstädten der USA beträgt der Parksuchverkehr eine halbe Stunde; an Weihnachten sogar anderthalb Stunden. Da wird eine Unmenge von CO2 allein dadurch produziert, dass die Leute ewig im Kreis herumfahren. Der Parkdruck ist enorm.

Es stellt sich auch die Frage der Gerechtigkeit von Lebensverhältnissen. Ob nun das Wegnehmen von Parkplätzen für Carsharing-Autos oder Ride-Hailing-Konzepte: Warum nimmt der deutsche Autofahrer für sich in Anspruch, dass er den Raum in den Städten unentgeltlich in Anspruch nehmen kann? Warum haben anderen Verkehrssysteme und die Leute, die das Fahrrad nutzen oder zu Fuß gehen wollen, nicht dasselbe Anrecht darauf?

Die Gerechtigkeitsfrage der Verteilung der urbanen Platzsituation, die Raumökonomie und die ökologischen Nachteile die durch langes Parkplatzsuchen entstehen sprechen dafür, nicht nur über Effizienzsteigerung die Antriebe zu verändern, sondern mit einer geringeren Flotte an Elektrofahrzeugen die urbane Mobilität der Zukunft zu gestalten – dann gewinnt man auch Raum. Und diesen Raum kann man anders nutzen.Car-Sharing-Parkplatz (dpa)

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Beantwortet von Stephan Rammler am 07.09.2017 in Mobilität der Zukunft, Natur und Umwelt, Technik, Stichworte: , , , , .

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