Wie steht es um die Ökobilanz der Elektromobilität?

von Stephan Rammler am 07.09.2017, Kommentar hinzufügen

Nicht gut. Wenn wir die 46 Millionen verbrennungsmotorischen Fahrzeuge, die wir gerade in der Bundesrepublik haben, eins zu eins durch 46 Millionen elektromotorische Fahrzeuge ersetzen würden, ist wahrscheinlich aus der Perspektive der Ökologie nichts dazu gewonnen. Im Grunde würde es das Problem nur noch vergrößern. Denn es müssen besondere Rohstoffe in der Produktion der Batterien und auch der Antriebe eingesetzt werden. Hinzu kommen noch die hochgradig ressourcenintensiven digitalen Technologien und Infrastrukturen. Nach wie vor werden bei ihrer Produktion Rohstoffe unter schlechten sozialen und ökologischen Bedingungen aus der Erde geholt.

Das Elektrofahrzeug, mit Elektroantrieb, Batterie und digitalem Betrieb ist so im Privatbesitz ökologisch nicht sinnvoll. Deswegen müssen neue Antriebstechnologien und neue Nutzungsformen kombiniert werden. Wenn neue Ansätze und Ideen der Sharing Economy in der Automobilität, wie zum Beispiel Car Sharing umgesetzt werden, kann die Nutzungseffizienz der einzelnen Fahrzeuge massiv erhöht werden. Erst, wenn wir mit 10 Millionen Elektrofahrzeugen auskämen, diese dabei rund um die Uhr, effizient und ökonomisch sinnvoll nutzen, wird der Umstieg auf Elektromobilität ökologisch sinnvoll.   E-Auto (dpa)

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