Wie sinnvoll ist Maisanbau in Monokultur?

von Michaela Busch am 09.01.2015, Kommentar hinzufügen

Grundsätzlich freuen sich Bodenkundler und Landwirt, wenn die Fruchtfolge möglichst breit gefächert ist, wenn also nicht überall nur Mais steht und jedes Jahr auf ein und derselben Fläche immer nur Mais oder irgendeine andere Kultur in Folge angebaut wird. Auch die Böden freuen sich, wenn man den Anbau abwechslungsreich gestaltet.

Mais hat den Vorteil, dass er sehr viel Frischmasse bildet und damit eben sehr viel Substrat für die Biogasanlage – pro Flächeneinheit gesprochen.

Auch in der Bundesregierung hat man mittlerweile erkannt, dass die Förderung erneuerbarer Energien sicherlich sinnvoll ist, dass man aber bei der Art der nachwachsenden Rohstoffe, die in den Biogasanlagen verarbeitet werden, nicht nur auf Mais setzen, sondern auch auf andere Pflanzen zurückzugreifen sollte. Man kann beispielsweise auch aus Getreide eine Ganzpflanzensilage herstellen, die man dann später in der Biogasanlage verwenden kann. Es werden verschiedene Schilfarten angebaut oder auch sogenannte Kurzumtriebsplantagen. Hier werden beispielsweise Pappeln angebaut, die später zum Teil in der Biogasanlage genutzt werden können. Es gibt immer mehr Anlagen, die auch Komposte oder Haushaltsabfälle mit verstromen. Auch Gülle, ob nun Rindergülle, Schweinegülle oder ähnliches, wird in der Biogasanlage verarbeitet und die Entwicklung geht hin bis zu Betrieben, die beispielsweise Rüben zur Gasgewinnung in ihre Biogasanlagen hineingeben.

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