Wie verhalte ich mich im Revier eines Hundes?

von Dorit Urd Feddersen-Petersen am 06.06.2014, 1 Kommentar

Hunde sind revierbezogen und verteidigen diesen Bereich stärker als andere Bereiche. Wenn der Besitzer den Hund nicht zu sich rufen kann oder der Hund nicht auf ihn hört und auf Sie zuläuft, dann würde ich nicht weitergehen.
Sie sollten einen Hund, den Sie nicht kennen, auch nicht mit Blicken fixieren; das könnte er als Drohung verstehen.
Am besten ist es, sich mit etwas anderem zu beschäftigen, z.B. in der Tasche kramen und den Hund dabei gar nicht beachten. So können Sie langsam zurückgehen und das Revier des Hundes verlassen.

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Beantwortet von Dorit Urd Feddersen-Petersen am 06.06.2014 in Pflanzen, Tiere, Ökologie, Stichworte: , , , , .

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Kommentare zu „Wie verhalte ich mich im Revier eines Hundes?“

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Erich schreibt am 18.06.2014

Wer bewusst oder unbewusst das Revier eines Hundes betritt, dem muss klar sein, wer dort der Chef ist – nämlich der Hund!

Der grösste Fehler wäre, wegLAUFEN. Erstens ist jeder Hund (ausser irgendwelchen Zwerghunderassen und Welpen ) schneller als ein Mensch und zweitens versteht jeder Hund eine laufende „Beute“ als Aufforderung zum Spielen (harmlos) oder Jagen (gefährlich). Auch wedeln mit den Armen, Drohen mit der Faust etc. ist ein no-go!

Besser ist es, stehenzubleiben und dann – wenn man den Hund nicht genau einschätzen kann – langsam rückwärts zu gehen. Dabei dem Hund nicht in die Augen sehen, das könnte er als Drohung verstehen. Die Arme ganz normal eng an den Körper, damit der Hund (falls er angreifen möchte) kein leicht erreichbares Ziel hat.

Im Idealfall kann man „hündisch“, d.h. man versteht die Sprache der Hunde. Ein bellender Hund in seinem Revier kann viel „sagen“. Ein Bellen, dass mit Knurren unterbrochen wird, bedeutet Gefahr, denn der Hund meint es wirklich ernst und würde auch angreifen. Nur lautes Bellen ist weniger schlimm, der Hund sagt nur „das ist mein Revier, verschwinde!“ Er würde sich möglicherweise auf einen Kampf einlassen, will das aber nicht unbedingt. Ist beim Bellen ein Winseln mit dabei, hat der Hund Angst. Auch das ist gefährlich, denn ängstliche Hunde können bei einer vermeindlichen grossen Gefahr für sie auch mal zur Selbstverteidigung zum Angriff übergehen.

Hunde „sprechen“ auch mit ihrem Schwanz. Ein bellender, schwanzwedelnder Hund meint es nicht so ernst. Er will Respekt und Aufmerksamkeit, aber niemanden „killen“, im Idealfall freut er sich sogar über einen möglichen Spielkameraden. Ein aufgerichteter Schwanz ist eine Drohung, ein solcher Hund will nicht spielen, er meint es ernst und droht/imponiert. Ein zwischen die Hinterbeine eingezogener Schwanz bedeutet Angst. Ein ängstlicher Hund ist kaum berechenbar. Er könnte weglaufen, er könnte aber auch „in Notwehr“ angreifen.

Bei kurzhaarigen Hunden sieht man auch gut, wenn sie ihr Nacken/Rückenfell aufstellen. Sowas bedeutet auch Drohung/Angriff und ist ernst zu nehmen.

Was Hunde übrigens auch gut verstehen ist „menschisch“, d.h. sie können die Sprache des Menschen deuten und verstehen. Entdeckt ein Hund Anzeichen von Angst beim Menschen, macht er sich oft einen Heidenspass daraus, diesen Menschen noch mehr Angst zu machen. Da hilft dann nur, Ruhe zu bewahren und dem Hund zu zeigen, dass man zwar Respekt vor ihm hat, aber keine Angst. Da die meisten Hunde erzogen/abgerichtet sind und Menschen gut kennen, reicht auch mal ein energisches „Aus“, „Hey“ oder „es reicht jetzt“ um einen Hund wieder etwas „einzubremsen“

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