Ist der gelbe Marienkäfer ein Nützling, der Blattläuse frisst?

von Lars Krogmann am 24.10.2013, 1 Kommentar

Es gibt eigentlich keine Insektenart, die nur unangenehm ist, man muss nur hin und wieder den Blickwinkel des Menschen verlassen. Denn selbst wenn Insekten uns vielleicht unangenehm erscheinen, sind sie doch in der Regel für das Ökosystem von großer Bedeutung.

Auch der Siebenpunkt-Marienkäfer kann eine gelbliche Flüssigkeit absondern; das macht er zur Abwehr von Feinden. Diese Flüssigkeit riecht unangenehm und hinterlässt auf den Fingern, wenn man diese Tiere anfasst, kleine gelbliche Flecken.

Bei dem Marienkäfer, den Sie beschrieben haben, handelt es sich vielleicht um den sogenannten Chinesischen Marienkäfer, der sich seit über 10 Jahren in Deutschland immer mehr ausbreitet. Der wurde möglicherweise ausgesetzt, um ihn zur biologischen Schädlingsbekämpfung einzusetzen. Er hat sich extrem ausgebreitet, ist gerade hier in Süddeutschland sehr häufig geworden. Und wenn Sie jetzt im Herbst in der Natur unterwegs sind oder im Garten große Ansammlungen von Marienkäfern sehen, dann ist das häufig der sogenannte Chinesische Marienkäfer. Sowohl die Larven als auch die Käfer fressen Blattläuse. Sie sind also, aus unserer Sicht, in dem Sinne nützlich.

Trotzdem handelt es sich um eine Entwicklung, die vielen Käferfreunden Sorge macht, weil der heimische Siebenpunkt möglicherweise von diesem Chinesischen Marienkäfer zurückgedrängt wird.

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Beantwortet von Lars Krogmann am 24.10.2013 in Pflanzen, Tiere, Ökologie, Stichworte: , , , , , , , .

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Kommentare zu „Ist der gelbe Marienkäfer ein Nützling, der Blattläuse frisst?“

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Hauschildt Claus schreibt am 12.09.2014

Der chinesische Marienkäfer ist auch eher rot. Es gibt in Deutschland mehrere Marienkäferarten. Unteranderem Gelb mit Schwarzen Punkten und Schwarz mit Roten Punkten

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