Warum wird Wein kaum in Pfandflaschen angeboten?

von Klaus Wiesen am 26.09.2013, 1 Kommentar

Es gibt kaum mehr Weinflaschen, auf denen Pfand drauf ist. Ökologisch ist das sehr bedenklich, weil diese Glasflaschen bei der Herstellung sehr viel Energie erfordern.

Allerdings ist ein Pfandsystem hier relativ schwierig, weil es keinen sogenannten Flaschenpool gibt, also keine einheitlichen Flaschen. Vielmehr haben die Winzer oft ihre eigenen Flaschen und ihr eigenes Flaschendesign. Daher müsste man die Flasche immer bei dem gleichen Winzer abgeben, was kaum jemand machen würde. Und auch, weil der Reinigungsaufwand für die Winzer zu groß wäre, haben es viele Winzer dann gleich gelassen.

Dafür gibt es beim Wein sog. „Bag-In-Box“-Verpackungen, die 5 Liter fassen. Wie sinnvoll sind die?

Ähnlich wie beim Tetrapak gilt hier, dass sie relativ effizient sind, was den ökologischen Rucksack angeht. Allerdings muss man bedenken, dass beim Kauf von 5-Liter-Kartons evtl. gar nicht alles verzehrt wird und man am Ende die Hälfte wegschüttet. Dann ist natürlich die Ökobilanz der besten Verpackung wieder hinüber.

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Beantwortet von Klaus Wiesen am 26.09.2013 in Kochen und Ernährung, Pflanzen, Tiere, Ökologie, Umweltschutz, Stichworte: , , , , , , , .

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Kommentare zu „Warum wird Wein kaum in Pfandflaschen angeboten?“

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David Müller schreibt am 29.03.2017

Hallo Herr Wiesen,
diese Frage habe ich mir so bis jetzt nicht gestellt. Ist es nicht der Fall, dass die Glasflaschen an die Glaserei gehen und dort wieder verarbeitet werden? Man findet ja neben den Mülltonnen gewisse „igloähnliche“ Tonnen, die speziell für die weißen, braunen und Grünen Glasflaschen gedacht sind.

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