Warum sind Stare in der Lage, andere Vögel nachzuahmen?

von Claus König am 11.04.2013, Kommentar hinzufügen

Wenn Stare Laute bei anderen Vögeln hören, die ihnen gefallen, imitieren sie diese Laute. Man nennt das „spotten“. Man kennt das auch von zahmen Vögeln, denen man in der Gefangenschaft etwas vorgepfiffen hat, was sie dann nachahmten. Genauso wie Papageien es lernen können, die menschliche Sprache zu imitieren oder zu pfeifen, so beobachtet man das z.B. auch beim Dompfaff bzw. dem Gimpel. Allerdings sind dazu nicht alle Vögel in der Lage. Die Singvögel aber haben eine besonders ausgebildete Syrinx; das ist der Singmuskelapparat, also eine Art Kehlkopf.

Vögel haben ja zwei Kehlköpfe – die sogenannte Syrinx und den Larynx. Der Larynx ist dazu da, zischende, rauschende und kratzende Geräusche zu erzeugen. Das hört man z.B. bei Birkhühnern, wenn sie „schschschschsch“ machen und ähnliches.

Die Syrinx ist ein Singmuskelapparat, mit dem die einzelnen Laute erzeugt werden. Einige Vögel haben eine besonders komplizierte Syrinx und können alles Mögliche imitieren; zu diesen Vögeln gehören insbesondere die Stare. Aber auch Rabenvögel können das.

Dieses „Spotten“ wird in den eigenen Gesang eingebaut und dient der Revieranzeige, genauso wie z.B. der Gesang der Amsel. Die Amsel nimmt ja auch Laute aus der Umgebung auf.

Stimmt es, dass sie sogar Handytöne nachahmen kann?

Ja, das tut sie tatsächlich; sogar die Anfänge von Schlagern und so weiter. Die werden natürlich umgesetzt in Flötentöne, aber im Rhythmus der nachgeahmten Melodie.

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Beantwortet von Claus König am 11.04.2013 in Pflanzen, Tiere, Ökologie, Stichworte: , , , , , , , , , , , , , , .

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