Was ist das in Zimt enthaltene Cumarin und wie giftig ist es wirklich?

von Thomas Vilgis am 06.12.2012, 1 Kommentar

Cumarin ist ein sehr angenehm duftendes Molekül. Jeder kennt Cumarin als die Hauptduftkomponente des Waldmeisters. In diesem Duft ist ein sehr hoher Anteil an Cumarin enthalten. Auch bei der Tonkabohne, die man zum Würzen verwendet, ist Cumarin das dominante Molekül.
In sehr geringen Mengen ist es auch im Zimt und kann in sehr hohen Dosen die Leber schädigen. Dabei macht die Dosis natürlich das Gift bzw. die Medizin.

Wie viele Säcke Zimtsterne muss ich denn essen, um eine giftige Wirkung zu erreichen?

Na, mit zwei Säcken kommen Sie da wohl hin. Ich sehe das entspannt, denn so viele Zimtsterne, dass das wirklich giftig wird, kann ja keiner essen.
Solche Meldungen kursieren immer gerne zur Weihnachtszeit. Andererseits trinkt man ja auch gerne Waldmeistersirup bzw. Berliner Weiße mit Waldmeister. Die enthalten ebenfalls deutlich spürbar Cumarin, aber da regt sich niemand auf. Außerdem ist Cumarin in sehr vielen Parfüms als Duftkombination dabei; und das sprüht man sich auf die Haut.
Die Gefahr beim übermäßigen Verzehr von Zimtsternen oder Lebkuchen ist viel eher der Zucker als das Cumarin.

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Beantwortet von Thomas Vilgis am 06.12.2012 in Gesundheit, Medizin, Körper, Kochen und Ernährung, Stichworte: , , , , , , , , , , .

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Kommentare zu „Was ist das in Zimt enthaltene Cumarin und wie giftig ist es wirklich?“

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Methods for schreibt am 18.01.2013

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