Waren die Kelten eher kriegerisch oder eher friedliebend?

von Markus Egg am 14.09.2012, Kommentar hinzufügen

Sie waren mit Sicherheit sehr aggressive Krieger, und sie expandierten – einmal im 4. Jahrhundert und dann noch mal im 3. Jahrhundert. Im 4. Jahrhundert stoßen sie nach Italien vor allem vor, erobern 387 sogar Rom, der Stamm der Senonen schlägt die römische Armee an der Allia zunächst vernichtend und plündert dann Rom aus. Die berühmte Geschichte mit „vae victis!“ stammt ja daher. Ihr Anführer Brennus lässt sich dann von den Römern loskaufen: Sie müssen ihm Gold geben, damit er wieder abzieht. Und bei dieser Gelegenheit benutzt er falsche Gewichte. Und als sich die Römer darüber beschweren, sagt er: „Vae victis!“: „Wehe dem Besiegten – wenn du verloren hast, hast du auch keine Anrechte auf irgendetwas“.

Eine zweite Welle trifft die Balkanhalbinsel. Im 3. Jahrhundert stoßen die keltischen Stämme dahin vor. Das geht soweit, dass 283 Delphi von keltischen Stämmen bedroht wird. Sie greifen also Griechenland an. Eine Gruppe von keltischen Stämmen gelangt sogar – zunächst durch Einladung eines hellenistischen Königs aus Kleinasien, bis in die heutige Türkei. In der Gegend von Ankara sitzen dann die Galater, auch ein sehr unruhiger und kriegerischer Stamm, der viele hellenistische Staaten immer wieder bedroht hat, bis sie dann schließlich bezwungen wurden.

Informationen zu dieser Antwort:

Beantwortet von Markus Egg am 14.09.2012 in Archäologie, Geschichte, Stichworte: , , , , , , , , , , .

Weitere Möglichkeiten:

Antwort drucken

Kommentare zu „Waren die Kelten eher kriegerisch oder eher friedliebend?“

Noch sind keine Kommentare vorhanden. Ich möchte einen Kommentar verfassen.

Kommentar schreiben

Name und Email müssen angegeben werden, die Email-Adresse wird nicht innerhalb der Kommentare angezeigt.

*