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Konzern reagiert auf SWR Film Daimlers Lieferantenerklärung

Drei Monate nach der Ausstrahlung von „Harte Arbeit – schlechter Lohn“ am 12. April 2017 hat die Pressestelle der Daimler AG dem SWR den Wortlaut von zwei Erklärungen zur Verfügung gestellt, die sich u. a. mit den Löhnen von Beschäftigten befassen, die über Werk- Dienstvertragsunternehmen bei Daimler arbeiten. Sie gelten auch für Leiharbeiter dieser Firmen.

Standards für Werkverträge auf dem Betriebsgelände

Die Lieferantenerklärung muss jede Firma unterzeichnen, die einen Werk- oder Dienstvertrag mit Daimler abschließt. Sie trägt den Titel „Erklärung zur Einhaltung der ‚Standards zum Umgang mit Werk- und Dienstverträgen auf dem Betriebsgelände‘“. Diese Erklärung basiert auf einem Beschluss, den Daimler-Chef Dieter Zetsche und der gesamte damalige Daimler-Vorstand am 7. Oktober 2013 unterschrieben haben. 

Bezahlung nach Tarifvertrag der einschlägigen Branche 

Nach der Ausstrahlung der SWR-Dokumentation „Harte Arbeit – schlechter Lohn“ am 12. April 2017 nahm die Pressestelle der Daimler AG bei Medien-Anfragen immer wieder auf diese Lieferantenerklärung Bezug. Sie teilte u. a. mit:

„Wir haben bereits im Oktober 2013 soziale Grundsätze für unsere Werkvertragsfirmen definiert. Dabei erwarten wir von einer Werkvertragsfirma auf dem Daimler-Gelände eine Bezahlung ihrer eigenen Mitarbeiter nach dem Tarifvertrag der einschlägigen Branche (z.B. Tarifvertrag Logistik BaWü, Entgeltgruppe 1 liegt bei 13,89 €/Stunde). Setzt die Werkvertragsfirma auf dem Daimler-Betriebsgelände Zeitarbeitnehmer ein, erwarten wir, dass diese die Branchenzuschläge gemäß dem Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie erhalten." 

Spezielles Audit-Team

Und weiter heißt es: „Wir haben seit 2013 ein spezielles Audit-Team im Einsatz, das konsequent die Fremdfirmen auf dem Werksgelände kontrolliert. Im Missbrauchsfall wird das Vertragsverhältnis mit der Fremdfirma gekündigt.“