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Die Knochen-Docs – und wie es weiterging Die Geschichte von Jill und Andrea

Es waren spannende Geschichten und berührende Schicksale, die die SWR Dokuserie „Die Knochen-Docs“ vor einigen Jahren präsentierte: von schwerkranken Patienten, die in der Orthopädischen Klinik der Universität Heidelberg behandelt wurden, und von Operateuren, die sich in riskanten Operationen oft an die Grenzen des Machbaren wagten. Die Patienten von damals – wie geht es ihnen heute? Am Mittwoch, 4. Juli 2018, ab 21 Uhr, zeigt das SWR Fernsehen die Geschichte von Jill und Andrea.

Physiotherapie am Barren

Tapfer kämpft sich Andrea am Barren zurück ins Leben.© SWR

Andrea - Querschnittslähmung nach Badeunfall

Zum Beispiel Andrea Bachmann aus dem Saarland: Im Sommer 2009, am Ende eines wunderschönen Urlaubs am Strand von Gran Canaria, nahm ihr Leben durch einen Unglücksfall eine ganz neue Richtung. Am letzten Strandtag, beim allerletzten Gang ins Meer, traf eine heftige Welle die 48-Jährige mit voller Kraft. Mit schlimmen Folgen: Andreas Rückenmark wurde verletzt, sie erlitt eine Querschnittslähmung. Nur mit Glück überlebte sie den Unfall und landete schließlich in der Orthopädie der Uniklinik Heidelberg. Die Ärzte dort sollten klären, ob sich die begeisterte Hobbytänzerin wenigstens einen Teil ihrer Beweglichkeit zurückholen könnte. In der Heidelberger Orthopädie gibt es Spezialisten für Rehabilitation, die neuartige Therapieverfahren einsetzen. Wie zum Beispiel ein Geh-Roboter, der verletzte Nervenstränge zur Selbstheilung anregen kann. Bei der Art ihrer Verletzung schien ein Therapieerfolg möglich. Wie geht es Andrea nun, Jahre später?

Jill - Schwerer Eingriff kurz vor der geplanten Hochzeit

Und wie geht es Jill, die 2009 wegen einer schweren Verkrümmung der Wirbelsäule operiert wurde? 16 Jahre war sie damals – und der Eingriff alles andere als eine Kleinigkeit. An verschiedene Wirbel wurden Ösen geschraubt und an einer Stange in ihrem Rücken gleichsam aufgefädelt. Die „Begradigung“ gelang und Jill lebt seither mit viel Metall im Körper. Doch die Hoffnung, dass sie sich nie wieder einer OP unterziehen muss, hat sich nicht erfüllt. Denn damals waren einige Wirbel nicht in die Versorgung einbezogen worden. Was ihr nun arge Schmerzen bereitet. Und so muss sich Jill – mit 24 und wenige Wochen vor ihrer geplanten Traumhochzeit – einem weiteren schweren Eingriff unterziehen. Ob alles wohl gut geht?

Acht Jahre nach der ersten Staffel der "Knochen-Docs"hat SWR Autor Harold Woetzel die Patienten von damals noch einmal besucht. Sein Film erzählt bewegende Geschichten von Hoffnung und Heilung, von Menschen, die mit Mut und Optimismus ihr Schicksal annehmen. Und von denen, die ihnen geholfen haben. In Heidelberg und anderswo.