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SENDETERMIN Mi, 16.1.2019 | 20:15 Uhr | SWR Fernsehen

Hoffnung auf Therapien gegen Demenz Vergesslich oder schon dement?

Wer kennt das nicht? Ein bestimmter Name fällt einem partout nicht ein oder man betritt einen Raum und weiß auf einmal nicht mehr, was man darin tun wollte. Dann taucht unwillkürlich die Sorge auf, ob das normal ist oder Alzheimer. Ist Vergesslichkeit nur eine Reaktion auf die Informationsflut, die unser Kopf verarbeitet? Es gibt eine Vielzahl von Krankheitssymptomen bei Demenz. Da kann beispielsweise die Merkfähigkeit hervorragend sein, doch es fehlt am Antrieb oder an der Orientierung. Was sind also die ersten Anzeichen von Demenz?

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Hoffnung auf Therapien gegen Demenz

Was sind die ersten Anzeichen

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In der Familie von Peet Trimpe gibt es ein Alzheimer Gen. Deshalb erkrankt jeder Zweite bereits in frühen Jahren an Demenz. Darum hat Peet Trimpe sich entschieden, sich testen zu lassen. Ihr Mann Uli Trimpe steht ihr zur Seite.

In der Familie von Peet Trimpe gibt es ein Alzheimer Gen. Deshalb erkrankt jeder Zweite bereits in frühen Jahren an Demenz. Darum hat Peet Trimpe sich entschieden, sich testen zu lassen. Ihr Mann Uli Trimpe steht ihr zur Seite.

Michael Paech aus Böblingen nimmt an einer Studie mit einem neuen Medikament teil. Ein sogenannte "Antikörper" soll das giftige Eiweiß, Amyloid, im Gehirn entfernen. Wird sich die Therapie bewähren? Er bekommt das Medikament als Infusion. Seine Frau hat bemerkt, dass er zunehmend vergesslich geworden ist.

Georg Jungkamp-Streese hat die posteriore corticale Atrophie, eine seltene Form der Alzheimer Demenz. Seine Frau kämpft auch mit Vergesslichkeit. Deshalb will sie sich testen lassen.

Trotz der Diagnose will sich Georg Jungkamp-Streese nicht unterkriegen lassen. Er plant mit seiner Frau eine Kreuzfahrt nach Island. Wie wird die Reiseverlaufen? Er hat Probleme mit der Orientierung. Wie soll er sich da auf dem Schiff zurechtfinden?

Gudrun Troitzsch ist an Alzheimer im Frühstadium erkrankt.

Individuelle Schicksale und eine besorgniserregende Tendenz

Jutta Streese aus Bühl ist aufgrund ihrer Vergesslichkeit beunruhigt. Die Angst kommt nicht von ungefähr, denn ihr Mann ist vor ein paar Jahren an einer seltenen Variante der Alzheimer-Demenz erkrankt. Dennoch steht für sie beide außer Frage: Sie wollen ihr Leben genießen und sich nicht von der Krankheit unterkriegen lassen – trotz der Orientierungsschwierigkeiten des Mannes. Demenz ist eine Krankheit, die fast jeden treffen kann, vorausgesetzt er wird alt genug. Angesichts der immer höheren Lebenserwartung steigt jedoch auch das Risiko, daran zu erkranken. Bereits heute leben in Deutschland mehr als eineinhalb Millionen Menschen, die betroffen sind. In zwanzig Jahren sollen es doppelt so viele sein – es sei denn, es wird ein Medikament gefunden, das Demenz stoppt oder verhindert.

Welche Therapien sind erfolgversprechend?

In der Forschung weiß man, dass ein giftiges Eiweiß, Amyloid genannt, Demenz verursacht. Kann das menschliche Gehirn dieses Amyloid nicht mehr unschädlich machen, zerstört es Nervenzellen. Ziel der Mediziner ist also, dass möglichst wenig Amyloid überhaupt entsteht. Zwar werden bereits Medikamente in Studien getestet, doch ist noch nicht erforscht, wie gut diese neuen Mittel wirken und welche Nebenwirkungen sie haben können. Was kann jeder einzelne gegen Demenz tun? Welche Therapien gibt es bereits, welche sind erfolgsversprechend? Und wann wird es ein wirksames Medikament gegen das Vergessen geben? „betrifft:“ forscht nach und zeigt Menschen, die Mut machen: Weil sie trotz der Diagnose versuchen, solange es geht mit Freude zu leben.


Sendung vom

Mi, 16.1.2019 | 20:15 Uhr

SWR Fernsehen