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SENDETERMIN Mi, 2.11.2016 | 15:15 Uhr | SWR Fernsehen

Arbeiten geht auch anders Raus aus dem Büro

Flexibler, freier und vor allem: weniger - so wollen immer mehr Menschen heute arbeiten. Mehr Freizeit, weniger Geld. Kann das gut gehen? Wie reagieren Unternehmen? Sind junge Arbeitnehmer einfach nur faul und weltfremd?

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Raus aus dem Büro

Arbeiten mal anders

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Dr. Claire B. muss den OP-Tisch immer pünktlich verlassen, weil sie ihr Kind in der Kita abholen muss. Die Ablösung im OP kostet das Krankenhaus mehr Personal und Geld, macht es schwieriger, Dienste zu planen...

Dr. Claire B. muss den OP-Tisch immer pünktlich verlassen, weil sie ihr Kind in der Kita abholen muss. Die Ablösung im OP kostet das Krankenhaus mehr Personal und Geld, macht es schwieriger, Dienste zu planen...

Die junge Frau will nicht Ärztin rund um die Uhr sein, sondern auch Mutter. Doch nicht jeder hat für Claires Einstellung Verständnis

Charlotte H. (re.) auf dem Klimacamp, wo alle mit anfassen müssen.

...etwa beim Bau eines Öko-Dixi-Klos.

Für Charlotte H. (26) steht fest - sie will keinen 8-Stunden-Tag am Schreibtisch. Wenn es draußen schön ist, bleibt sie auch mal zu Hause oder arbeitet gar nicht. Dort, wo sie angestellt ist, geht das. Jeder teilt seine Zeit frei ein, jeder bekommt das gleiche Geld. Doch in der scheinbar heilen Welt gibt es Konflikte: Was passiert, wenn einer immer mehr arbeitet als der andere? Muss der dann nicht auch mehr verdienen? Und: wann ist eigentlich Feierabend?

Charlotte H. (26) will keinen 8-Stunden-Tag am Schreibtisch. Wenn es draußen schön ist, bleibt sie auch mal zu Hause oder arbeitet gar nicht. Dort, wo sie angestellt ist, geht das. Jeder teilt seine Zeit frei ein, jeder bekommt das gleiche Geld. Doch in der scheinbar heilen Welt gibt es Konflikte: Was passiert, wenn einer immer mehr arbeitet als der andere? Muss der dann nicht auch mehr verdienen? Und: wann ist eigentlich Feierabend?

Für Claire B. (37) ist der Feierabend klar. Die junge Frau will nicht Ärztin rund um die Uhr sein, sondern auch Mutter. Sie verlässt den OP-Tisch immer pünktlich, weil sie ihr Kind in der Kita abholen will. Dafür wird sie im OP sogar abgelöst. Das kostet das Krankenhaus mehr Personal und Geld, macht es schwieriger, Dienste zu planen. Und nicht jeder hat für Claires Einstellung Verständnis. Wie passt das überhaupt mit dem Berufsethos des Arztes zusammen?

Was immer mehr junge Arbeitnehmer wollen, ist natürlich auch für Unternehmen eine große Herausforderung. Was müssen sie an flexibler und freier Arbeit bieten, um attraktiv für Junge zu bleiben? Heute zählen Ergebnisse und nicht, dass man 8 Stunden am Schreibtisch klebt, sagt Heidi Stock, Personalentwicklerin bei Bosch. Aber das freie Arbeiten hat natürlich auch seine Grenzen, erzählt sie, wenn Beruf und Freizeit verschwimmen.

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Mi, 2.11.2016 | 15:15 Uhr

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