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Entdeckung im Steinheimer Becken Von Meteoriten und Diamanten

Dreharbeiten, die Geschichte schreiben? Das vielleicht nicht. Aber als der Autor Peter Kemnitzer von "Landesschau unterwegs" für einen Film mit zwei Meteoriten-Forschern eine Baustelle besuchte, fanden die beiden Wissenschaftler dort etwas, wonach sie schon lange suchten.

Das Steinheimer Becken am Albuch (Kries Heidenheim)

Steinheimer Becken

Mitten in der Landschaft bei Steinheim ragt ein Kran in die Landschaft. Hier will die Gemeinde einen Wasserbehälter bauen. "Lass uns zu der Schutthalde hochgehen", schlägt Filmautor Peter Kemnitzer während den Dreharbeiten den beiden Meteoriten-Forschern Elmar Buchner und Martin Schmieder vor.

Als die beiden Forscher den Erdaushub anschauen, wirken sie wie elektrisiert – und die Kamera läuft. Die unscheinbaren Steinchen, die sie finden, sind so genannte "shatter cones" - Gesteine, wie sie nur nach einem Meteoriteneinschlag auftreten - und eine wissenschaftliche Sensation. Im Klartext: Die Forscher finden während der Dreharbeiten einen seit Jahrzehnten gesuchten Beweis, dass Steinheim wirklich ein Meteoritenkrater ist und nicht etwa ein Vulkan.

Die Kraft mehrerer 100.000 Hiroshima-Bomben

Das Steinheimer Becken zählt zu den besterhaltenen und wissenschaftlich interessantesten Kraterstrukturen der Welt. Vor 14 Millionen Jahren schlugen zwei Meteoriten auf der Erdoberfläche auf. Der größere bildete das Nördlinger Ries; der kleinere - immer noch mehr als 100 Meter im Durchmesser groß - ließ das Steinheimer Becken entstehen. Die Energie beider Einschläge dürfte der Kraft von mehreren 100.000 Hiroshima-Bomben entsprechen.

Liegen unter dem Steinheimer Becken Diamanten?

In Steinheim federte das Gestein unmittelbar nach dem Aufschlag zurück, so entstand der prominente Hügel in der Mitte des Steinheimer Beckens. Bei einem Meteoriteneinschlag reichen Hitze und Druck übrigens aus, um schlagartig Diamanten zu formen. Möglicherweise könnten unter dem Nördlinger Ries und in Steinheim also Diamanten liegen.