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Tag der offenen Tür in Mainz

Tausende Besucher in der neuen Synagoge

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Mehr als 10.000 Menschen besuchten die neue Mainzer Synagoge am Tag der offenen Tür im September 2010.

Mehr als 10.000 Menschen besuchten die neue Mainzer Synagoge am Tag der offenen Tür im September 2010.

Stella Schindler-Siegreich, die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Mainz, zeigte sich begeistert vom Interesse der Mainzer: "Die Mainzer betrachten die Gebäude als ihr eigenes und das ist auch gut so."

Nach zehn Jahren Planung und eineinhalb Jahren Bauzeit führte der Architekt Manuel Herz persönlich durch das Gotteshaus. Herz ist Schüler des Star-Architekten Daniel Libeskind. Das architektonische Schmuckstück hat etwa 11 Millionen Euro gekostet.

Der Architekt Manuel Herz mit Besuchern vor der Synagoge. Die Entwurfsidee basiert auf dem Segenswort "Kedushah" ("heilig"), dessen Buchstaben dem Haus seine Gestalt geben.

Die Fassade besteht aus unzähligen Keramikkacheln.

Der Blick vom Synagogen-Vorplatz auf den Eingang mit hebräischer Schrift zeigt das Konzept des Gebäudes: Zwischen die grünen Kacheln der Fassade sind die vielen unsymmetrischen Fenster eingebettet - es finden sich kaum rechteckige Elemente in der Architektur.

Dreieckige Fenster, schräge Schiebetüren, schiefe Wände - das Gebäude ist einzigartig.

Der höchste Teil der Synagoge gipfelt in einen Lichttrichter, der das Licht aus Richtung Osten bis tief in den Synagogenraum hineinlenkt.

Die Fenster des Gebäudes bestehen aus Sicherheitsglas. Für die Synagoge gelten besondere Sicherheitsstandards, um die Gemeinde vor Anschlägen zu schützen.

Das Gebäude geht auf die besondere Bedeutung der Schrift im Judentum ein: Der Bau ist sozusagen aus Buchstaben errichtet.

Die Innenwände der Gottesdienstraums sind vollständig mit Schriftzeichen bedeckt.

Die Besucher sind beeindruckt vom goldglänzenden Gottesdienstraum.

Nur am Tag der offenen Tür konnten die Besucher in den geschützten Innenhof der Synagoge.

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