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Unternehmerin Gabriela Fürstin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn, geb. Gabriela Gräfin von Schönborn-Wiesentheid (60.)

Die Fürstin der tausend Schmetterlinge

Ein Leben zwischen Faltern, Schloss und Stiftungen

Sie ist Fürstin, lebt aber viel lieber in einem normalen Wohnhaus als in einem Schloss. Auch wenn die Familie von Gabriela zu Sayn-Wittgenstein-Sayn den Stammsitz, das neugotische Schloss Sayn, in den vergangenen Jahren renoviert und der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht hat, findet sie es für ein Zuhause doch etwas „zu steif". Die Fürstin hat es lieber gemütlich - und natürlich. Denn ihr zweites „Heim" ist seit 20 Jahren der Garten der Schmetterlinge in unmittelbarer Nähe ihres Wohnhauses im Schlosspark von Bendorf-Sayn. Nach dem Vorbild des Gartens der Schmetterlinge in Friedrichsruh baute sie das kleine Naturparadies auf. Bis zu tausend „fliegende Edelsteine der Lüfte“, wie die Fürstin ihre Falter nennt, daneben Zwergwachteln, Koi-Karpfen und Schildkröten erfreuen die bisher 1,7 Millionen Besucher.
Nach dem Motto „Adel verpflichtet“ engagiert sich die Fürstin auch für viele soziale Belange. Ihre Stiftung „Filippas Engel“, benannt nach ihrer tödlich verunglückten Tochter, fördert beispielsweise Kinder und Jugendliche, die sich für soziale, kulturelle oder ökologische Themen einsetzen.
Mit dem Schmetterlingsgarten, dem renovierten Schloss und der Burg Sayn, die über dem Örtchen thront, sowie dem Eisenkunstguss-Museum hat die Familie den Stadtteil Sayn zu einem touristischen Anziehungspunkt am Mittelrhein entwickelt.



Lebenslauf
16. Oktober 1950Gabriela Gräfin von Schönborn-Wiesentheid wird in Würzburg geboren. Die Eltern sind Rudolf Graf von Schönborn-Wiesentheid und Helene Prinzessin von Thurn und Taxis.
1957/58Mit sieben Jahren kommt sie nach der Scheidung ihrer Eltern zusammen mit ihren Brüdern ins Internat.
29. Juli 1969Hochzeit mit Fürst Alexander Konrad Friedrich Heinrich, seit 1962 siebter Fürst zu Sayn-Wittgenstein-Sayn
Das Fürstenpaar hat sieben Kinder im Alter von 15 bis 36 Jahren.

Meilensteine
Juni 1987Der Garten der Schmetterlinge, den die Fürstin leitet, wird im Schlosspark des Bendorfer Stadtteils Sayn als Touristenattraktion eröffnet; Vorbild ist der Garten der Schmetterlinge von Fürstin Elisabeth von Bismarck in Friedrichsruh / Schleswig-Holstein
30. September 2001Die zweitälteste Tochter Filippa stirbt im Alter von 21 Jahren nur hundert Tage nach ihrer Hochzeit bei einem Autounfall in Südengland.
2003Die Familie veröffentlicht Auszüge der Tagebücher Filippas im Don Bosco Verlag; „Filippas Engel“, so der Titel des Buches, stieg in der Spiegel-Bestsellerliste bis auf Platz 6.
Die Tantiemen der verkauften Bücher und Hörbücher fließen der Stiftung „Filippas Engel“ zu, die in demselben Jahr gegründet wurde. Stifterin ist Gabriela Fürstin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn. Mit dem Preis „Filippas Engel“ werden seit 2004 jährlich junge Menschen ausgezeichnet, die sich nachhaltig für soziale, kulturelle oder ökologische Belange engagieren.

Übrigens, wussten Sie schon...

dass...
Fürstin Gabriela zu Sayn-Wittgenstein-Sayn eine berühmte Schwiegermutter mit Spitznamen “Mamarazza” hat? Marianne Fürstin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn, auch kurz “Manni” genannt, wurde durch ihre Foto-Schnappschüsse der Schönen und Reichen bekannt. Gegenüber den Paparazzi hat sie einen großen Vorteil: Sie gehört selbst zur Gesellschaft und ist entweder Gastgeberin der High-Society-Treffen oder gern gesehener Gast. Inzwischen sind drei Bände mit ihren Fotos erschienen. Übrigens: Den Spitznamen verdankt sie Prinzessin Caroline von Monaco, die einmal sagte: “Manni, Du bist eine richtige Mamarazza.”


Orte in Rheinland-Pfalz mit Bezug zu Gabriela zu Sayn-Wittgenstein-Sayn

  • Bendorf (Sayn)
    (Hierzuland - Ein Ortsporträt)
    Vorstellung des Wohnortes der Fürstin und ihrer Familie.
     
  • Fürstlicher Schlosspark, Sayn
    Garten der Schmetterlinge

Links

Buchtipp:

Herausgeber: Sayn-Wittgenstein, Gabriela zu
Titel: Filippas Engel
Verlag: Don Bosco
Erscheinungsdatum: 2003
ISBN: 978-3-7698-1437-8
Preis: 14,90 €