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Kohl - der Reformer

Als Helmut Kohl am 19. Mai 1969 zum Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz vereidigt wird, ist er gerade 39 Jahre alt. Der jüngste Regierungschef eines deutschen Bundeslandes präsentiert sich als "Reformer".

Helmut Kohl wird 1969 als Ministerpräsident vereidigt

Jüngster Ministerpräsident

Helmut Kohl ist auf dem Weg nach ganz oben in Rheinland-Pfalz. 1966 wird er Landesvorsitzender der CDU, drei Jahre später Ministerpräsident des von den Siegermächten des Zweiten Weltkriegs geformten "Landes aus der Retorte".

Helmut Kohl hatte im Wahlkampf Reformen versprochen und er setzte sie nach seiner Wahl zügig um. So wird das völlig rückständige Schulsystem in Rheinland-Pfalz umgekrempelt: Die Konfessionsschule und die Prügelstrafe werden abgeschafft. Als größte Leistung Kohls gilt aber die Verwaltungsreform. Die Zahl der Bezirksregierungen und der Landkreise wird reduziert und auch auf kommunaler Ebene werden größere Verwaltungseinheiten geschaffen.

Politikwissenschaftler Gerd Langguth über Kohls Jahre als Ministerpräsident:

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"Kohl war kein 68er der CDU" - Prof. Gerd Langguth über Kohls Jahre als Ministerpräsident

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Auf die richtige Mannschaft kommt es an. Der  Bonner Politikwissenschaftler Prof. Gerd Langguth über Kohls Jahre als Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz.


Drei Jahre lang ist der Pfälzer Chef einer christlich-liberalen Koalition. Ab 1971 kann die CDU das Land allein regieren. Kohls Ehrgeiz und seine Reformerfolge fallen auch bundesweit auf. Nur wenige Monate nach seiner Wahl zum Ministerpräsidenten wird er stellvertretender Bundesvorsitzender.

Helmut Kohl 1973 in der Sendung "Report" im Gespräch mit Günter Gaus:

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Helmut Kohl in der Sendung "Report" aus dem Jahr 1967 im Gespräch mit Günter Gaus