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Hörplan 11. Kapitel: Sirenen

Sendezeit: Ab 18.30 Uhr

Erzähler Manfred Zapatka | Erzählerin Corinna Harfouch | Simon Dedalus Ernst Stötzner | Leopold Bloom Dietmar Bär | Lydia Douce Jaqueline Macaulay | Mina Kennedy Corinna Harfouch | Ben Dollard Michael Lucke | Pater Bob Cowley Stefan Wilkening | Blazes Boylan Wolfram Koch | Richie Goulding Felix von Manteuffel u.a.


O'Connell Bridge, Dublin (1890-1910)

O'Connell Bridge, Dublin (1890-1910)

Wen der Gesang der Sirenen an ihre Gestade lockt, dessen Schiff zerschellt. Odysseus kann ihnen nur am Mast festgebunden widerstehen, während er seinen Gefährten die Ohren verstopft. Als Prolog montiert Joyce einen klangpoetisch verdichteten Text aus den Sätzen, Motiven und Geräuschwörtern des Kapitels. Die Sirenen selber personifizieren die Bardamen Miss Kennedy und Miss Douce des Ormond Hotels.

Karte zu Kapitel 11

Blooms Weg zur Bar des Ormand Hotels

Bloom sieht zufälligerweise zum dritten Mal auf der Straße Boylan, dem er in die Hotelbar folgt. Boylan ist eigentlich auf 16 Uhr mit Molly verabredet. Er und Lenehan lassen sich aber auf einen Flirt mit den beiden Damen ein und können Miss Douce sogar überreden, ihr Strumpfband gegen die Schenkel klatschen zu lassen. Boylan hat es beim Blick auf die Uhr eilig und geht – zu Molly. Bloom weiß das, bleibt zurück, sitzt neben Richie Goulding, dem Onkel Stephens, und schreibt Martha Clifford einen Brief, bevor er die Bar verlässt.

Musik ist die Kunst dieses Kapitel. Von und über Musik wird geredet und erzählt, aber hier spielt auch Pater Cowley Klavier, Simon Dedalus singt virtuos die Arie "M’appari" aus Flotows "Martha" und Ben Dollard den irische Traditional "The Croppy Boy". Die Lieder handeln von unglücklicher Liebe und einem von den Briten erhängten Bauernjungen. Der Erzählstruktur des Textes selber nutzt musikalische Techniken wie Fuge und Kanon, mit denen Joyce Handlung und Figuren in Szene setzt.

Szene Konzerthalle • Uhrzeit 16.00 Uhr • Organ Ohr • Kunst Musik • Symbol Bardamen • Technik Fuga per canonem