aus "Ländersache" vom Donnerstag, 10.12.2009 | 20.15 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz
Sonntagsfrage: CDU kann zulegen, knappe Mehrheit für Schwarz-Gelb im Land
Wäre am kommenden Sonntag (13.12.2009) Landtagswahl in Rheinland-Pfalz, würde die CDU deutlich mehr Stimmen bekommen als die SPD und es gäbe eine knappe Mehrheit für eine schwarz-gelbe Koalition im Land. Das ist das Ergebnis der aktuellen repräsentativen Umfrage „PoliTrend“.
Die SPD kommt im aktuellen „Politrend“ auf 32 Prozent der Stimmen und verliert damit einen Prozentpunkt gegenüber unserer letzten Umfrage im September 2009. Die CDU gewinnt dagegen 3 Prozentpunkte und erreicht 38 Prozent der Stimmen. Damit wäre die CDU zur Zeit die stärkste politische Kraft in Rheinland-Pfalz. Die FDP erhält in unserer Umfrage 10 Prozent der Stimmen, das sind 3 Prozentpunkte weniger als vor drei Monaten. Die Grünen holen um zwei Prozentpunkte auf und liegen mit 9 Prozent der Stimmen nur noch knapp hinter der FDP im Land. Die Linke würde 6 Prozent (-1) erreichen und damit erneut die Fünf-Prozent-Hürde für den rheinland-pfälzischen Landtag überspringen.
Julia Klöckner ernsthafte Konkurrentin für Kurt Beck
Wenn die Rheinland-Pfälzer ihren Ministerpräsidenten direkt wählen könnten, würden sich 50 Prozent für Kurt Beck entscheiden. Die designierte Spitzenkandidatin der CDU hätte aus dem Stand 39 Prozent der Stimmen bekommen.
Im Vergleich dazu: Bei unserer letzten Umfrage im September 2009 ist CDU-Chef Christian Baldauf als Herausforderer des Ministerpräsidenten in der Direktwahl-Frage auf 30 Prozent der Stimmen gekommen, Kurt Beck auf 55 Prozent.
Vorgänge am Nürburgring schaden Ansehen der Politik
Rücktrittsforderung an Michael Billen
Eine deutliche Mehrheit der Befragten (76 Prozent) ist der Meinung, dass der CDU-Abgeordnete Michael Billen sein Landtagsmandat zurück geben sollte, nachdem er sich illegal Informationen zum Thema „Nürburgring“ aus Polizeiakten beschafft hat. Nur 20 Prozent der Befragten sind nicht dieser Meinung und 4 Prozent sind sich in dieser Frage unsicher.
Außerdem glauben 70 Prozent der Rheinland-Pfälzer, dass die Vorgänge um das Projekt „Nürburgring“ dem Ansehen der Politik im Land sehr stark oder stark schaden. Nur 26 Prozent beurteilen den Schaden als weniger oder gar nicht stark.
Die Daten basieren auf einer repräsentativen telefonischen Umfrage des Wahlforschungsinstituts „Infratest dimap“ unter 1000 wahlberechtigten Rheinland-Pfälzern (Erhebungszeitraum: 04.12. bis 07.12.2009) im Auftrag des Politikmagazins „Ländersache“.
Letzte Änderung am: 10.12.2009, 14.42 Uhr