Linkspartei im rheinland-pfälzischen Landtag
aus "Ländersache" vom Donnerstag, 4.9.2008 | 20.15 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz
Könnten die Rheinland-Pfälzer am kommenden Sonntag (07.09.2008) erneut den Landtag wählen, würde die CDU stärkste Kraft im Land, erstmals seit drei Jahren. Die SPD würde weiter an Stimmen verlieren und bliebe zwei Prozentpunkte hinter der CDU. Die FDP könnte ein leichtes Plus verzeichnen, die Grünen wieder in den Landtag einziehen. Auch die Linke wäre im neuen Parlament vertreten.
Die CDU kann gegenüber dem „PoliTrend“ vom April 2008 um 1 Prozentpunkt zulegen und kommt auf 38 Prozent. Damit ist sie die stärkste politische Kraft im Land. Die SPD kommt nur noch auf 36 Prozent der Stimmen und verliert damit einen Prozentpunkt gegenüber April 2008. Im Dezember lag sie noch bei 42 Prozent. Die FDP legt einen Prozentpunkt zu auf 10 Prozent. Die Grünen verschlechtern sich auf 6 Prozent (-1), die Linke liegt unverändert bei 6 Prozent.
Damit gäbe es keine klaren Mehrheitsverhältnisse im Land, weder für eine Koalition aus SPD und FDP, noch für ein Linksbündnis aus SPD, Grünen und der Linken. Auch eine Koalition aus CDU und FDP hätte keine Mehrheit. Nur eine Große Koalition oder ein Dreier-Bündnis unter Einbeziehung der FDP käme in Frage.
Als Ministerpräsident ist Kurt Beck weiterhin sehr beliebt bei den Menschen und sein Konkurrent Christian Baldauf weit abgeschlagen. Wenn die Rheinland-Pfälzer ihren Ministerpräsidenten selbst wählen könnten, bekäme Kurt Beck 48 Prozent der Stimmen und würde sich damit im Vergleich zur letzten Umfrage im April verbessern (+4). Konkurrent Christian Baldauf von der CDU bekäme hingegen nur 24 Prozent (-2).
Steinmeier und Müntefering vor Beck als Kanzlerkandidat
Die Qualitäten von Kurt Beck liegen nach Ansicht der Rheinland-Pfälzer in seiner Arbeit als Ministerpräsident. Als Kanzlerkandidaten für die SPD hingegen kann ihn sich nur jeder fünfte vorstellen (20%). Das trauen die meisten schon eher Frank-Walter Steinmeier zu, er kommt auf 39 Prozent der Stimmen. Selbst Franz Müntefering, der sich seit Ende vergangenen Jahres aus der Politik zurückgezogen hatte, bekommt deutlich mehr Zustimmung (26%).
Die Daten basieren auf einer repräsentativen telefonischen Umfrage des Wahlforschungsinstituts „Infratest dimap“ unter 1000 wahlberechtigten Rheinland-Pfälzern (Erhebungszeitraum: 29.08. bis 02.09.2008).
Letzte Änderung am: 03.09.2008, 10.16 Uhr