aus der Sendung vom Donnerstag, 2.2. | 20.15 Uhr | SWR Fernsehen in Baden-Württemberg
Meerschweinchen ohne Fell, Katzen ohne Haare, Mopshunde mit verkürzter Nase und Gesichtsfalten. Millionen solcher Tiere gibt es in Deutschland, obwohl solche Züchtungen seit 25 Jahren verboten sind. Deshalb will die Bundesregierung das Tierschutzgesetz verschärfen.
Die Züchter sind darüber entsetzt. "Wir lehnen das Gesetz ab", sagt Karin Biala-Gauß, Bundesvorsitzende des Verbandes Deutscher Kleintierhundezüchter in Fellbach. Denn Kunstzüchtungen bestimmten der Markt. Der Käufer verlange nach den Mops mit Stupsnase. Und: "Er denkt über ein neues Auto stärker nach als über die Gesundheit eines neuen Hundes". Susanne Fleck, Tierärztin in Steinheim an der Murr, ergänzt: "Eine Gesetzesverschärfung ist überflüssig. Stattdessen brauchen wir stärkere Kontrollen an den Grenzen, damit gewissenlose Händler nicht weiter Hunde ohne Skrupel im Kofferraum nach Deutschland schleusen." Heißt: nicht die Qualzucht an sich ist das Problem, denn es gebe hier gute und dort schlechte Kunstzüchtungen.
Letzte Änderung am: 01.02.2012, 11.40 Uhr