aus der Sendung vom Donnerstag, 9.2. | 20.15 Uhr | SWR Fernsehen in Baden-Württemberg
Bis Ende der sechziger Jahre war der Kreisverkehr, umgangssprachlich auch Kreisel genannt, in Deutschland weit verbreitet. Doch dann bauten Straßenplaner lieber teure und stromfressende Ampelanlagen. Mitte der Achtziger Jahre erlebte das kreisrunde Verkehrsregelungswunder eine Renaissance. Seitdem kreiseln wir uns auch in Baden-Württemberg wieder durch die Gemeinden.
Und damit jeder mitkreiselt und nicht einfach schnurstracks durchfährt, wurden Hindernisse in diese Kreisel eingebaut: Blumenkübel, Felsbrocken oder auch Bäume. Es dauerte nicht lange bis auch das erste Kunstwerk Hindernis im Asphaltrondell sein durfte. Heute, nach vielen künstlerischen Boomjahren sind sich die Kritiker einig: eine neue Kunstrichtung ist entstanden, die Kreiselkunst. Doch die teils bunten, teils rostigen Objekte im Straßenverkehr könnten bald ein Ende haben – die EU schreibt vor: was die Verkehrssicherheit gefährden könnte - muss weg.
Letzte Änderung am: 08.02.2012, 12.02 Uhr