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Mit Barack Obama und Papst Benedikt XVI. stehen zwei mächtige Männer im Mittelpunkt von besser lesen. Zu Gast bei Walter Janson sind der promovierte Historiker und Journalist Christoph von Marshall und der Vatikan-Korrespondent Andreas Englisch.

Christoph von Marschall: Was ist mit den Amis los? Warum sie an Obama hassen, was wir lieben. Herder 2012
Es ist Wahlkampf in Amerika. Die Vorwahlen zu den Präsidentschaftswahlen sind in vollem Gang und immer noch ist nicht klar erkennbar, wer der Gegenkandidat von Barack Obama sein wird. Die Euphorie bei seinem Amtsantritt 2009 war groß, nicht nur in Amerika, sondern in der ganzen Welt. Doch wird er im November wiedergewählt werden?
Christoph von Marschall analysiert in seinem Buch die Situation in den Vereinigten Staaten und erläutert anschaulich das Obama-Bild der Amerikaner. Warum finden viele Amerikaner seine Gesundheitsreform bedenklich? Wieso halten sie die Verschärfung der Finanzmarktaufsicht für kontraproduktiv? Woher kommen diese Unterschiede in Bezug auf den Präsidenten und die Kernthemen seiner Politik diesseits und jenseits des Atlantik? Christoph von Marschall bringt uns Barack Obama und die Seele der Amerikaner näher, gibt Einblicke in Haltungen und Denkweisen, die so ganz anders sind als unsere.
Christoph von Marschall ist seit 2005 USA-Korrespondent für den Berliner Tagesspiegel. Im Juni 2011 war er der erste deutsche Korrespondent, dem Präsident Obama ein Interview gab. Er studierte Osteuropäische Geschichte in Freiburg, Mainz und Warschau und wurde in Freiburg promoviert.
Andreas Englisch: Benedikt XVI. Der deutsche Papst. Bertelsmann 2012.
Der Jubel 2005 über den ersten Deutschen auf dem Papst Thron nach langer, langer Zeit ist riesengroß gerade hier in der Bundesrepublik. Der Journalist Andreas Englisch erlebt die Wahl als persönliche Katastrophe. Und so Englisch, selbst Joseph Kardinal Ratzinger habe nie danach gestrebt, ziehe die Stille des Studierzimmers der Öffentlichkeit vor.
Andreas Englisch tut sich schwer mit Papst Benedikt XVI. Kritisch begleitet der Journalist die ersten Jahre seines Pontifikats als eine Serie von Pannen- sei es seine Regensburger Rede zum Islam, die Auschwitz Rede oder den Skandal um die Pius-Bruderschaft. Erst allmählich zeigen sich für den Autor die wahren Stärken des "stillen" Papstes. Die Missbrauchskatastrophe sieht er als Herausforderung und Wendepunkt. Andreas Englisch entwirft in seiner Biographie seinen ganz eigenen, provokanten Blick auf den Vatikan und Papst Benedikt XVI.
Andreas Englisch lebt und arbeitet seit 1987 in Rom. 10 Jahre lang leitet er das Korrespondentenbüro des Axel-Springer Verlages. Er schreibt Sachbücher und Romane.
Letzte Änderung am: 15.05.2008, 15.12 Uhr